Barbara Mintos Framework ist das sogenannte Minto Pyramid Principle (Pyramidenprinzip), das sie in den 1970er-Jahren bei McKinsey entwickelte und 1987 im Buch „The Pyramid Principle: Logic in Writing and Thinking“ veröffentlichte.
Grundidee
Statt Argumente bottom-up aufzubauen (erst Daten und Analyse, dann die Schlussfolgerung), soll Kommunikation top-down erfolgen: Man beginnt mit der Antwort bzw. Kernbotschaft und liefert erst danach die stützende Logik – ähnlich dem „Bottom Line Up Front“-Prinzip (https://cc.adaliaworks.com/library/synthesis-communication/pyramid-principle/)
Aufbau der Pyramide
- Spitze – Kernaussage/Governing Thought: die zentrale Botschaft, Empfehlung oder das Ergebnis, klar und kompakt formuliert.
- Mittlere Ebene – Schlüsselargumente: 2-5 gruppierte Argumente, die die Kernaussage stützen und typischerweise die Fragen „Warum?“ oder „Wie?“ beantworten.
- Basis – Belege/Daten: konkrete Fakten, Zahlen, Beispiele und Analysen, die jedes Argument untermauern.
Wichtige Strukturprinzipien
- MECE (Mutually Exclusive, Collectively Exhaustive): Argumente auf derselben Ebene dürfen sich weder überschneiden noch Lücken lassen – Mintos bekanntestes Teilkonzept.
- SCQA-Framework für die Einleitung: Situation (unstrittiger Ausgangspunkt), Complication (die Veränderung/das Problem), Question (die daraus resultierende Frage) und Answer (die Kernaussage als Antwort).
- Ideen innerhalb einer Gruppe müssen gleichartig, logisch geordnet und stets eine Zusammenfassung der darunterliegenden Ebene sein (chronologisch, strukturell, deduktiv oder induktiv).
Das Framework ist bis heute Standard in der Unternehmensberatung (besonders bei McKinsey) und wird häufig für Strategiepräsentationen, Management-Summaries und strukturierte Geschäftsdokumente genutzt – passt also gut zu Formaten wie M&A-Dossiers oder Vorstandspräsentationen.