Die wesentlichen Thesen des Buches „Leibnitz war kein Butterkeks“ von Michael Schmidt – Salomon

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  1. Wir können keine Aussage über die Dinge „an sich“ machen, sondern nur über die Dinge „für uns“.Das Ding „an sich“ existiert in seinem reinen Urzustand, das Ding „für uns“ existiert vor dem Hintergrund unseres subjektiven Wahrnehmungs- und Erfahrungshintergrundes. Schon Kant sprach mit dem Begriff „a priori“ von den Vor-Annahmen der Erkenntnis.
  1. Wovon man nicht sprechen kann, darüber sollte man schweigen (Wittgenstein).Wir sollten uns nicht anmaßen über Dinge zu sprechen, über die wir vernünftigerweise gar nicht sprechen können. Es ist jedem zu misstrauen, der von sich behauptet, von einer höheren Wahrheit berichten zu können. Schon Xenophanes sagte „sollte einer auch einst die vollkommenste Wahrheit verkünden, wissen könnt‘ er das nicht, es ist alles durchwebt von Vermutung“
  1. Vergesst die jenseitige Welt an sich, konzentriert euch auf die diesseitige vom Menschen wahrnehmbare Welt. Die diesseitigen menschlichen Aussagen, lassen sich mit diesseitigen menschlichen Methoden überprüfen.
  1. Dummer Weise wird das Wort „glauben“ häufig genau für das Gegenteil nämlich „wissen“ verwendet. Der Glaube ist das in uns und um uns, was uns dazu befähigt, Dinge für wahr anzunehmen, von denen wir wissen, dass sie falsch sind.
  1. Ein Wissenschaftler weiß, dass er nur etwas glaubt, was ihm heute gültig erscheint, was morgen schon widerlegt sein kann. Sokrates: „ich weiß, dass ich nichts weiß“.

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Thesen zum RTB in Deutschland

Grunfsätzliche Überlegungen zum Einsatz von RTB Plattformen:

  • Die Verhältnisse der USA lassen sich nicht 1:1 auf Deutschland übertragen
  • Die Funktionsfähigkeit von Auktionen basiert letztlich auf Angebotsknappheit; diese liegt speziell bei Webseiten in Deutschland nicht vor
  • Der deutsche Markt ist im Vergleich zu den USA viel kleinteiliger
  • Die Vermarktung von Flächen via Real Time Bidding ist nicht trivial, ist in vielen Bereichen kleinteilig, es ist fraglich, ob sich der damit einhergehende Aufwand überhaupt lohnt, oder ob nicht eine einfache RON Kampagne die Performance von RTB schlägt
  • RTB ist eine hochkomplexe Angelegenheit, mit hohem Aufwand: Verhältnis von Aufwand zu ROI ist aktuell noch nicht performant, da ROI’s meistens zu niedrig
  • Der hohe Aufwand bei RTB ergibt sich aus dem hohen Technologie- und Serviceaufwand
  • deutlich geringere Akzeptanz bei Publisher und Vermarktern als in den USA
  • In den USA sind die DSP die Vermittler zu den Publishern in Deutschland aktuell noch nicht, hier sind Vermarktungsorganisationen vorherrschend
  • In den USA breite Akzeptanz von Inventarhandel, in Deutschland Vertriebsgesteuerter Displaymarkt, Verkauf über Beratung und persönliches Gespräch
  • In den USA offen agierende Datenmarktplätze + Datenaggregator einhergehend mit hoher Datenqualität, in Deutschland große Datenschutzdiskussion und damit geringe Datenqualität
  • Durch Real Time Bidding in Deutschland laufen Publisher/Vermarkter Gefahr der Margenvernichtung, weil Inventar dem freien Spiel der Märkte unterworfen wird, mit der Konsequenz eines niedrigeren Preisniveaus
  • Es muss zu einer Differenzierung von Branding und Performance kommen; d.h. exklusive Werbeplätze müssen mit Branding-Kampagnen belegt werden (hochpreisig) und das Restinventar steht für Performance-Kampagnen zur Verfügung (Restplatzvermarktung)
  • Je weniger Premiumvermarkter, desto größer die Bedrohung durch Real Time Bidding
  • Je größer die standardisierte Vermarktung, desto größer die Bedrohung; je individualisierter desto geringer
  • Publisher müssen hochwertige Werbeplätze zur Verfügung stellen, wenn sie ihre Erträge optimieren wollen; wenn sie das nicht tun, dann wird RTB nicht zu einer Ertragsoptimierung führen sondern viele Publisher zu „Resterampen“ degenerieren
  • RTB macht den Markt kleinteiliger
  • Wer RTB haben will und in dem Segment erfolgreich sein will, muss sich auf eine Technikschlacht einlassen
  • Nur die Etablierung der Vermarktungsorganisation als Berater der Publisher vermeidet stärkere Standardisierung und die technologische Vorherrschaft
  • Alle Player, die keinen echten Mehrwert bieten sind bedroht
  • Vermarkter müssen die Datenhoheit über ihr Inventar unbedingt behalten, die Nutzung solcher Daten setzt jedoch ganz andere Prozesse und Organisationen voraus, als die die heute traditionell bei Vermarktungsorganisationen vorgehalten werden

 

Mikrokosmos = Makrokosmos

Eine gewagte Spekulation: Ich bin nun wirklich kein Physiker, aber wenn ich mir so die verschiedenen Fachbeiträge ansehe, die sich einerseits mit dem Mikrokosmos beschäftigen und andererseits den Makrokosmos analysieren, dann ist für  mich eine These sehr aufdringlich: es scheint so zu sein, als ob beide Forschungsschwerpunkte gemeinsame Parallelen aufzeigen. Viele Gesetzmäßigkeiten, viele Modelle und viele sachlogische Zusammenhänge weisen meines Erachtens darauf hin, dass sich der Mikrokosmos genausso wie der Makrokosmos verhält. Ich wage hiermit die sicherlich kühne These, dass sich Mikrokosmos und Makrokosmos nach den selben Gesetzmäßigkeiten verhalten. Dies würde bedeuten, dass sich die kleinsten Teilchen im Universum genau so verhalten, wie es die größten Teilchen. Atome, Spins etc. gehorchen möglicher Weise den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie Planeten und Galaxien.

Vielleicht gibt es aber auch gar keine kleinsten und größten Teilchen, sondern vielleicht geht es immer so weiter, so dass jeder Kosmos sich selbstähnlich in der nächst höheren und nächst kleineren Einheit wieder selbst abbildet bzw. abgebildet ist.

Hmm, klingt möglich, ist aber ist wahrscheinlich Unsinn.

@Physiker: Gibt es plausible Antihesen, ober Wiederlegungen oder sogar eine Synthese.

Dirk Stader