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Bedingungsloses Grundeinkommen + neues Steuerkonzept

Juli 24th, 2009

Eine, wie ich finde interessante Spielart, über die es sich lohnt nachzudenken, ist das gedankliche Konstrukt des bedingungslosen Grundeinkommens. Jeder bekommt ab seiner Geburt einen fixen Grundbetrag von 1.000 bis 1.500 EUR, gestaffelt nach Altersklassen. Für dieses Einkommen muss keine Gegenleistung erbracht werden, also wie bei HartzIV nur halt für jeden. Der Anspruch ist nicht vererb- und übertragbar.

Wem dieser Betrag nicht hoch genug ist, der geht arbeiten und verdient damit mehr als die Grundeinkommenbezieher. Der Anreiz besteht wie heute auch, mehr zu verdienen als der Bundesdurchschnitt.

Zusätzlich werden alle Steuern abgeschafft und in reine Verbrauchssteuern umgewandelt. D.h. alle Waren- und Dienstlesitungsströme werden Verbrauchs- und Inanspruchnahme abhängig besteuert. Dabei gibt es modifizierte Steuersätze auf Basisgüter /-dienstleistungen und am anderen Ende der Skala auf Luxusgüter.

Z.B.

  • Brot 3% Steuer
  • Haarschneiden 5%
  • Miete bis 500 EUR 5%
  • Miete ab 2.500 EUR 25%
  • Kleinwagen bis 12.000 EUR 5%
  • Luxuswagen ab 100.000 EUR 50%
  • etc

Die genauen Steuerklassen muss man ebenso wie die Höhe des Grundeinkommens natürlich noch genau ausrechenen. Hierfür kann das aktuelle Steueraufkommen, die Steuerplanungen der Folgejahre sowie die jeweiligen Verbräuche herangezogen werden.

Damit wird zugleich auch die eherne Forderung erfüllt: Steuererklärungen auf einen Bierdeckel ausfüllen zu können. Besser noch, hier in dem Modell braucht man keine Steuererklärungen mehr. Schöner Nebeneffekt, man kann den Staatsapparat deutlich entschlacken und einer sinnvollen, endlich mal produktiven Verwendung zuführen.

Zusätzlich werden sämtliche Subventionen, Transferleistungen etc. eingestellt. Sind eh’ sinnlose Maßnahmen, die alles nur verzerren.

Klingt einfach ist auch so. Meines Erachtens lohnt es sich auf jeden Fall, diesen Gedanken weiter zu spinnen, wie seht ihr das?

Hier der Beitrag des Vaters dieser Idee der ehemalige dm-Eigentümer, also ein Unternehmer und eben kein Politiker.

Werner_Einkommen_klein

 

 

 

 

 

http://www.luebbe.de/kunden/luebbe/vgl/www.nsf/htmls/Buchseite?Open&dc=2&ds2=Buecher-Einzeldokument&external=d!C1256E550034A541,i!B33D2EA29D4324C8C125742F0063E80B&cartid=8710-233034

Eine entsprechende Petition hierzu, gibt es auch schon.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1422

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Video- und Internetspiele verbieten, was für ein Unsinn

Juli 24th, 2009

Ich finde die aktuelle Diskussion über Verbote von Video- und Internetspielen wirklich ausgesprochen kurzsichtig. An die Stelle von elterlicher Disziplin sollen Gesetze, Verbote etc. treten. Ich halte auch nicht besonders viel von sog. Ego-Shootern, allerdings direkt mit der großen Gieskanne über alle Video- und Internetspiele herzuziehen, halte ich für ausgesprochen kurzsichtig. Politiker und ähnliche Berufsgruppen die beispielsweise WOW (World od Warcraft) im gleichen Atemzug mit Counter Strike und anderen nennen, beweisen nur, dass sie auch auf diesem Gebiet, wie übrigens auch auf vielen anderen Gebieten, überhaupt keine Ahnung haben.

Ein Spiel bei dem es um Elfen, Zauberer, die Erfüllung von Quests, dem gemeinsamen Kampf mit anderen gegen das Böse geht in die Kategorie “Killerspiel” zu stellen, führt nicht gerade dazu, dass sich Jugendliche mit dem Berufsbild des Politikers identifizieren können und wollen. Ist vielleicht auch gut so, dann können diese Jugendlichen wenigstens was richtiges werden und müssen sich nicht mit Korruption, Lobbyismus, sinnlosen politischen Debatten, kurzfristigen, effektheischenden Entscheidungen beschäftigen.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal mit diesen Spielen auseinanderzusetzen, bevor man gegenüber seinen Kindern Verbote auspricht. Ein bischen spielen hat mit Sicherheit noch keinem Erwachsenen geschadet. Dann weiss man wenigstens worüber man spricht. 

Allerdings bin ich auch ein Verfechter von dem Ansatz: Kinder sollen sich besser draußen beschäftigen und sich bewegen. Spiele am Bildschirm, wie mit allen Dingen im Leben, immer in Maßen. Gilt übrigens für Fernsehen, Süßigkeiten, Sport etc. gleicher Maßen. Ja auch Sport, auch hier gilt alles in Maßen. Ich habe einige in meiner Schulklasse erlebt, bei denen Sport im Vordergrund stand. Die stehen heute an der Kasse oder sind Chemiefachkraft. Na prima. Kling einfach ist auch so.

Dirk Stader