Der Schutz der Privatspähre mit der neuen, aussagegemäß sicheren Suchmaschine, www.startpage.com

www.startpage.com

Der Schutz der Privatsphäre im Internet wird immer bedeutsamer, Datenskandale rund um facebook, google etc. und die fehlender Bereitschaft US-amerikanischer Konzerne deutsche und europäische Richtlinien umzusetzen, treibt die Nutzer in Alternativen wie beispielsweise startpage.com. Ein Dienst, der Beachtung verdient. Startpage in Kombination mit Ixquick sind Angabe gemäß die einzigen aktuellen Suchmaschinen, die einen regelmäßigen Zertifizierungsprozess von unabhängigen Experten durchlaufen. Damit bestätigt eine dritte, unabhängige Seite, dass IP Adressen zu keinem Zeitpunkt gespeichert, ausgewertet und/oder aufgezeichnet werden. Auch das Suchverhalten des jeweiligen Nutzers wird geschützt und nicht preisgegeben oder gar für Werbezwecke genutzt bzw. missbraucht. Bei vielen bekannten bzw. etablierten Suchmaschinenanbietern besteht die Gefahr des Datenmissbrauchs, da jedes Mal, wenn Suchanfragen gestartet werden, die Suchanfrage selbst, aber auch die Suchergebnisse gespeichert werden, IP-Adressen erfasst werden und Cookies gesetzt und ausgewertet werden. Da geht soweit, dass Suchbegriffe, Zeitpunkt der Suche, die ausgewählten Links und die Ergebnisse in gigantischen Datenbanken gespeichert und diese Daten genutzt werden. Der Nutzer verliert einen großen Teil seiner Datenhoheit.

Wenn man seinen eigenen Namen „googelt“ ist es schon sehr erstaunlich welche große Menge an Daten/persönlichen Informationen sichtbar sind, z.B. persönliche Interessen, Familienverhältnisse, politische Überzeugungen, Gesundheitszustände usw. Diese Informationen sind ein gefundenes „Fressen“ für Marketingexperten, Behördenmitarbeiter, Kriminelle und Hacker, die alle gern in den Besitz der persönlichen Suchdaten des jeweiligen Nutzers kommen möchten, um diese für eigene, dem Nutzer unbekannte Zwecke, zu gebrauchen/missbrauchen.

Es ist das erklärte Ziel von einigen Suchmaschinen, sämtliches verfügbares Wissen bzw. sämtliche verfügbare Informationen auf diesem Planeten zu katalogisieren und sichtbar und findbar zu machen. Leider können diese Daten leicht in falsche Hände geraten, da sie öffentlich für jeden unabhängig von seiner Intention verfügbar sind.

www.startpage.com will hier bewusst einen anderen Weg gehen: dabei soll die Privatsphäre geschützt werden in dem z.B. IP-Adresse NICHT aufgezeichnet werden. Es werden Angabe gemäß auch keine persönlichen Daten an Dritte weitergegeben. Die Suchergebnisse von Startpage werden dabei durch Google bereitgestellt, dass sichert die bewährte, hohe Suchergebnisqualität, da google gerade in Deutschland die beliebteste Suchmaschine ist.

Ich finde ein gutes Projekt.

Klingt einfach, ist wahrscheinlich aber sehr schwierig in der Umsetzung und Verbreitung.

Ich persönlich habe www.startpage.com zu meiner Startseite im Browser gemacht. Vielleicht ein kleiner Schritt zu mehr Datensicherheit für meine persönlichen Daten.

Dirk Stader

Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG)

Die Sanierung von Unternehmen soll insgesamt erleichtert werden. Das ESUG trat am 01. März 2012 in Kraft und ist ein wichtiger Schritt für einen potenziellen Neustart für Insolvenzgefährdete Unternehmen im rahmen der Sanierung. Bisher konnte man in Deutschland die Unternehmensinsolvenz mit der faktischen Liquidation des Unternehmens gleichsetzen, da das Restvermögen zur quotalen Bedienung von Gläubigerverbindlichkeiten genutzt wurde. Das ESUG schafft durch seine neuen Regelungen die Grundlage für eine neue Insolvenzkultur bzw. mehr erfolgreiche Sanierungen in Deutschland, die sich an international bereits bewährte Vorgehensweisen annähert. Insolvenzgefährdete Unternehmen erhalten damit erstmals eine reelle Chance die faktische Liquidation zu vermeiden und sich zu sanieren. Sowohl Schuldner als auch Gläubigerinteressen werden durch das ESUG nachhaltig gestärkt:

  • Durch das Schutzschirmverfahren erhält der Schuldner die Möglichkeit unter der Aufsicht eines Verwalters innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten ein Sanierungskonzept zu erarbeiten, das in einem anschließenden Insolvenzplan umgesetzt werden kann/soll. Das ESUG gibt hierbei den Spielraum für Sanierungen, dass Gerichte den vom Schuldner vorgeschlagenen Verwalter (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater etc.) als vorläufigen Sachverwalter einsetzen können und sollen. Zudem können Anträge gestellt werde, bei denen es das Gericht untersagt, innerhalb dieses dreimonatigen Zeitraums Zwangsvollstreckungen gegen den Schuldner zu betreiben und bestehende Zwangsvollstreckungen können ausgesetzt werden. Es wird im Schutzschirmverfahren auch kein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und der Schuldner kann weiterhin frei über sein Vermögen verfügen.
  • Im Rahmen des Planverfahrens können bestehende Gläubigerforderung in Geschäftsanteile umgewandelt werden (Debt-Equity-Swaps), allerdings nur mit Zustimmung der Gesellschafter des Schuldners. Dabei bringen Gläubiger eines Unternehmens, nach einer vorangegangenen Kapitalherabsetzung, ihre Forderungen im Rahmen einer Kapitalerhöhung als Sacheinlage in das Unternehmen ein. Hier geht m.E. das ESUG leider nicht weit genug, da es nicht möglich ist den Debt-Equity-Swap gegen den Altgesellschafterwillen durchzusetzen (wg. übermäßigen Obstruktionsrechten der Altgesellschafter) und auch der Gläubiger kann nicht dazu gezwungen werden Forderungen in Eigenkapital umzuwandeln. D.h. die Erfolgschance des Debt-Equity-Swaps hängt von der Kooperationsbereitschaft von Altgesellschafter und Gläubigern ab. Zudem verbessert sich die Umsetzbarkeit des Planverfahrens, da moderate Hürden eingezogen wurden, so dass einzelne Gläubiger nicht mehr in missbräuchlicher Weise das Wirksamwerden des Insolvenzplans verhindern können.
  • Das ESUG stärkt die Gläubigerautonomie, indem Unternehmen, deren Betrieb noch nicht eingestellt ist und die eine gewisse Marktbedeutung haben (Umsatz, Mitarbeiteranzahl etc.), die Möglichkeit erhalten, einen vorläufigen Gläubigerausschuss einzuberufen. Der Ausschuss hat ein wichtiges Mitspracherecht bei der Auswahl des Insolvenzverwalters sowie der Anordnung der Eigenverwaltung. Wenn der Ausschuss die Eigenverwaltung befürwortet, sollen die Gerichte an diese Entscheidung gebunden sein. Dies gilt auch für die vorgeschlagene Person des Insolvenzverwalters, die – eine einstimmige Einigung des Ausschusses auf einen Insolvenzverwalter vorausgesetzt – vom Gericht nur dann abgelehnt werden darf, wenn dieser offensichtlich ungeeignet ist.
  • Durch den Vollstreckungsschutz nach Verfahrensaufhebung soll vermieden werden, dass Forderungen, die nicht im Rahmen des Insolvenzverfahrens angemeldet wurden, zu einem späteren Zeitpunkt die Finanzplanung stören bzw. den Insolvenzplan gefährden. Hierzu wurde ein Vollstreckungsschutz nach der Verfahrensaufhebung installiert und Gerichte können dem Schuldner diesen Vollstreckungsschutz gewähren. Zudem wurden die Verjährungsfristen für verspätete Forderungen (also solche, die nicht zum Abstimmungstermin angemeldet worden waren) deutlich auf ein Jahr verkürzt.

Abschließende Bewertung: insgesamt ein guter Ansatz das Insolvenzrecht stärker mit dem Gesellschaftsrecht zu verweben. Es geht aber leider nicht weit genug, da Kompetenzstreitigkeiten der beteiligten Organ, Gruppen und Gerichte vorprogrammiert sind. Ob eine Sanierung damit leichter möglich ist, bleibt weiterhin fraglich und kann erst zu einem späteren Zeitpunkt abschließend geklärt werden, wenn geprüft werden kann, ob dieser Ansatz des Gesetzgebers wirklich zu einer höheren Anzahl von erfolgreichen Sanierungen geführt hat.

Dirk Stader

Was wirft man Frau Merkel eigentlich vor?

Ich denke nicht, dass Frau Merkel wirklich etwas falsch macht. Ich mag die Geschwindigkeit mit der die Krise der Banken bekämpft wird zwar auch nicht, aber ich kann die Position und die Vorgehensweise von Frau Merkel gut nachvollziehen. Sie hat eine sehr gute Verhandlungsposition, die es gilt zu nutzen. Die Situation, Zugeständnisse von blockierenden Partner zu erlangen, wird nie besser werden, ich würde es genauso machen. Frankreich hat schon aufgegeben, sich gegen Deutschlands Position zu stellen, England wird Zugeständnisse machen und Italien hängt am Fliegenfänger und kann eigentlich nur noch gute Mine zum vermeintlich bösen Spiel machen. Also, taktisch eigentlich alles richtig gemacht. Die grösste EU-Volkswirtschaft, mit der besten Ausgangsposition, diktiert die Bedingungen der Krisenbekampfung. So muss es sein, den die Krise braucht einen stabilen Nukleus und eine treibende Kraft. Ein Europäisches Team ist nur so stark wie derjenige, der das Team führt. Deutschland hat zudem auch die meisten Erfahrungen mit exogenen Schocks und hat ähnliche Herausforderungen schon gemeistert. D.h. Die Mechanismen von Stabilität und Inflationsvermeidung haben sich bewährt. Dies steht zum Teil im eklatanten Gegensatz zu den geldpolitischen Maßnahmen, die in vielen Staaten eher zur Verschlechterung der Situation beigetragen haben.

Falls Kritik in der Vorgehensweise von Frau Merkel überhaupt angebracht ist, dann sehe ich diese nur in Bezug auf die Geschwindigkeit der Umsetzung der Maßnahmen begründet. Dies ist aber zum Teil der vertraglichen Gestaltung der EU-Verträge geschuldet, aber nicht den eigentlichen Inhalten und der Zielsetzung, soweit diese aktuell ersichtlich ist.

Ich hoffe, dass sich Frau Merkel Inhalt der EU durchsetzen wird, und aktuell sieht alles danach aus. Ich sehe aktuell keinen nennenswerten Widerstand und auch keine Alternative.

Also meiner Meinung nach gar nicht so schlecht.

Deutschland ist eine Land von ausserordentlicher Stärke und Kraft mit einer guten Infrastruktur, gut ausgebildeten Menschen und hohen Innovationskraft.

Dies gilt es in der Krise zu bewahren und auszubauen und ich denke, dass wird auch gelingen.

Ein gutes Land.

Klingt einfach, ist es aber nicht.

Dirk Stader

Steuersenkungen, so ein Quatsch

Die Steuersenkungspläne der Bundesregierung bzw. das Geschenk an den Koalitionspartner FDP ist so ziemlich das dämlichste was ich in der letzten Zeit in der Politik gesehen habe. Und das heißt schon was, es gab nämlich viele Themen, die hart auf dieses Prädikat hingearbeitet haben, von einzelnen Politikern, die diese Adjektiv anstelle von Doktortiteln meiner Meinung nach führen sollten, mal ganz abgesehen.

Wie kann jemand ohne Not und vor dem Hintergrund der desolaten Verschuldung (nur noch mal zur Weiderholung 27 Mrd. EUR Neuverschuldung) des Landes auch nur im Entferntesten auf eine solche Schnapsidee kommen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Bevölkerung soetwas will. Ich denke es ist uns allen geholfen, wenn Deutschland sich weiter so stabil entwickelt und vor allem nachhaltig, finanziell stabil ist und bleibt.

Warum machen die Politiker nicht mal was vernünftiges, konsolidieren den Haushalt, bauen die Staatsquote ab, reformieren das Steuersystem (der alte Bierdeckelansatz“ gefällt mir immer noch am Besten), verkleinern den Bundestag auf 50 Politiker, fassen Städte und Gemeinden zusammen, legen Behörden zusammen, bauen Online-Präsenzen und –zugänge für den Bürger auf etc. Hier gibt es genug zu tun, vor allem innenpolitisch. Aber nein, da traut sich ja keiner ran, Feiglinge. Zuviel Angst vor Lobbyisten, obwohl Frau Merkel ja eigentlich gezeigt hat, dass selbst so brisante Themen wie der Atomausstieg (den ich persönlich übrigens richtig finde und ich denke es wird auch gelingen und wir werden 2020 ganz erstaunt sein, dass es geklappt hat) auch gegen mächtige Lobbygruppen durchgesetzt werden kann. Warum machen wir nicht weiter und bauen nach und nach alle Pfründe ab.

Aber nein, es sollen jetzt Steuersenkungen sein. Na Glückwunsch. Also ich weiß eins für mich ganz sicher, wenn dieses Thema ernsthaft umgesetzt wird, werde ich weder CDU noch FDP je wieder wählen. Ich wechsle dann zu den Grünen (na prima, hätte nie gedacht, dass es einmal so weit kommt) oder ich wähle die Piratenpartei, oder irgendwas in der Richtung. Steuersenkungen liebe Politiker sind Schwachsinn und ich denke die Mehrheit der Menschen hier in Deutschland sieht das ähnlich. Macht endlich Euren Job und macht ihn vor allem gut. Jeder von uns versucht im Job sein bestes zu geben, warum macht diese Berufsgruppe es nicht genauso. Und die wundern sich über Politikverdrossenheit; ist klar. Mich wundert hier gar nichts mehr.

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Was macht eigentlich ein Manager?

Jeder spricht über Management und jeder ab einer bestimmten Hierarchiestufe fühlt sich als Manager. Der Ursprung des „Managements“ als reine Begrifflichkeit geht auf Peter Drucker „The Practice of Management“ aus dem Jahr 1954 zurück (http://www.amazon.de/Practice-Management-Peter-F-Drucker/dp/0060878975/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1305891130&sr=8-1). Natürlich gab es auch schon vorher Management bzw. Manager, aber Peter Drucker hat diesem Begriff mit seinem Werk Profil gegeben.

Es tut immer mal wieder gut, sich als Manager seine ureigensten Aufgaben noch einmal vor Augen zu halten und die definierte Peter Drucker schon damals wie folgt:

  • „Ein Manager legt Ziele fest.
  • Ein Manager organisiert.
  • Ein Manager motiviert und kommuniziert.
  • Ein Manager beurteilt anhand eingeführter Maßstäbe.
  • Ein Manager fördert die Entwicklung von Mitarbeitern.“

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Die Unfähigkeit zur objektiven, intelligenten, fokussierten Berichterstattung

Ich glaube nicht, dass sich die Presse und speziell viele Journalisten heute noch die Mühe machen vernünftig zu recherchieren. Die meisten schreiben einfach nur die aktuellste dpa-Meldung ab. Eigene Meinungsbildung, tiefgründige Recherche, objektive Abwägung und letztlich Meinungsbildung nach den alten Prinzipien These, Antithese, Synthese scheint für viele, viel zu anstrengend oder gar interlektuell zu herausfordernd zu sein.

Das Ergebnis sind schlecht recherchierte Beiträge, die unreflektierte Übernahme von Meinungen oder einfach reisserische Plattitüden. Na vielen Dank.

Darüber hinaus fröhnen viele dem Grundprinzip, je mehr ich übertreibe, je wahnsinniger ich etwas darstelle und umsomehr ich an die niedere Instinkte der Masse appeliere und Angst streue, desto besser die Geschichte. Na prima.

Der Zeitwert der Wahrheitsvermutung bei den meisten Beiträgen geht gegen einen Grenzwert der nicht weit entfernt ist von „Ground Zero“ also 0,00.

Zudem werden innerhalb der Berichterstattung Schwerpunkte gesetzt, die so was von unbedeutend sind, dass sie noch nicht einmal mit dem berühmten „Sack Reis in China“ konkurrieren können. Ich war selten so gelangweilt. So liebe Schreiberlinge, wie wäre es wenn ihr in die Fußstapfen von Alt-Vater Grimm treten würdet und eure Beiträge ehrlicher Weise direkt als Märchen einstuft. Dann ist es wenigstens vollkommen klar, welche Güte bzw. welcher innere Anspruch der vermeintlichen Berichterstattung zu Grunde liegt.

Ein Wind ist halt manchmal ein Wind und kein Weltuntergang, der Tod eines einzelnen, bei aller Tragik für das nähere Umfeld, leider doch nur eine Randerscheinung und global unbedeutsam, das Leben eines Prominenten, so etwas was uninteressant und lächerlich und mit Verlaub gesprochen, der Worte nicht wert.

Außerdem ein kleiner Hinweis zu letzt, manchmal sind sog. „good news“ zwar langweilig, aber vielleicht ehrlicher und möglicher Weise auch bedeutsamer als die permanente öffentlich zur Schaustellung von publikumswirksamen „bad news“.

Also Journalisten, Redakteure und Herausgeber, ihr langweilt euch doch auch, oder?

Also Mut zur authentischen, offenen gut recherchierten Berichterstattung.

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Systematisierung der Geschäftsmodelle im Internet

Geld verdienen im Internet, ist eigentlich nicht so schwer und sollte man einmal Verluste produzieren, dann kann man sich damit trösten, dass das Geld nicht weg ist, sondern nur einem anderen gehört.

Werbefinanzierte Geschäftsmodelle – Advertising Model:

Prominentestes Beispiel „google“: hierbei ist das Geschäftsmodell vollständig von Werbeeinnahmen abhängig und letzendlich auch darauf angewiesen. Dies Art des Geschäftsmodells geht dabei stark auf die Anfänge des Internets zurück. Grundvoraussetzung für einen geschäftlichen Erfolg ist dabei die Generierung von größmöglichem „traffic“ und zwar relativ unabhängig davon, ob es sich hierbei um „guten“ oder „schlechten“ traffic handelt. Inwiefern hierbei der ebenfalls von google behauptete Aufbau eines Markennamens durch reine Werbung im Internet eine Rolle spielt, mag durchaus bezweifelt werden. Allerdings hilft der Markenaufbau durch die diversen anderen Marketingkanäle auf jeden Fall – und vielleicht wird der Markenaufbau durch internetbasierte Werbeformate zusätzlich lanciert. Mag sein.  Böse Zungen behaupten, dass rein werbebasierte Geschäftsmodelle außerhalb der etablierten Beispiele á la google sich nur schwerlich etablieren lassen und möglicher Weise eher zufällig, denn geplant entstehen. Hierzu ist jeder zu einem Kommentar aufgefordert.

Affiliate Model

Betreiber von Webseiten werden finanzielle Anreize geboten in Form von Provisionen etc., wenn sie Nutzer bspw. auf die Seite eines Online-Händlers weiterleiten. Die Zielwebseite erhält hiermit vorzugesweise „guten“ traffic der konvertiert, dh. eine Transaktion auslöst. Die Zielwebseite vergütet diese Dienstleistung monetär und beteiligt somit den traffic-Lieferanten am Umsatz- bzw. Rohertragserlös. Vorzugsweise erfolgt die Honorierung transaktionsbasiert, d.h. bei Kauf, Anmeldung, Lead etc. Konditionell orientiert sich eine potenzielle Provision an der Güte des traffics, der durchgeleitet wird. Der Erfolg ist für den Affiliate-Anbieter grundsätzlich leicht zu messen und die Kosten-Nutzen-Relation dieser Maßnahme einfach zu überprüfen, da Performance abhängig.

Makler Modell – Brockerage

Es werden  Dienstleistungen, Produkte zwischen Anbieter und Kunde gehandelt. Umsatz wird hierbei durch Angebot und Nachfrage auf einer Internetplattform generiert. Hierbei gilt, je bekannter eine Internetplattform ist, desto höher ist die Anzahl der potenziellen Transaktionen. Erlöse werden hierbei ebenfalls transaktionsbasiert  erzielt, d.h. via Gebühren, Nutzungsentgelte, Mitgliedschaften etc. Beispielhafte Ausprägungen für dieses Geschäftsmodell sind Marktplätze, Auktionsplattformen wie ebay, amazon etc. Die technologische Funktionalität ist hierbei ein kompetitiver Erfolgsfaktor.

Subscriptionsmodel

Dies ist ein klassisches Abonnentenmodell, bei dem der Nutzer gegen entsprechende Bezahlung für einen definierten Zeitraum eine Leistung in Anspruch nehmen kann. In der Praxis finden sich häufig Subscriptionsmodelle in Kombination mit werbebasierten Geschäftsmodellen: die Leistung wird einmal im Grundkonzept meist mit verringertem Funktionsumfang inklusive Werbung angeboten und zum anderen als sog. Premiumdienst mit vollem Leistungsumfang meist ohne Werbung.

Utiliy Model

Hierbei wird ein Preis je nach in Anspruch genommenem Leistungsumfang (Anzahl der Seiten, Seitenaufrufe, Nutzungszeit etc.) in Rechnung gestellt. Der Nutzer profitiert von der Risikominimierung, Arbeits-, Zeit- oder Geldersparnissen.

Community-Model

Internetnutzer generieren hierbei eigene Inhalte, die auf der jeweiligen Internetplattform wiederum anderen Nutzer publiziert bzw. zur Verfügung gestellt werden. Das Modell an sich generiert keinen originären, monetären Erlös, maximal noch einen psycholgischen. Die meisten Communities außerhalb von Xing haben es bisher nicht geschafft eigene nachhaltige Erlösmodelle aufzubauen. Deshalb müssen hier wiederum werbebasierte Ansätze und Premiumdienstleitungen herhalten, um diese Geschäftsmodell am Leben zu erhalten. Einige Geschäftsmodelle werden sicherlich überleben, aber längst nicht alle, da insbesondere die enormen traffic-Kosten, die meisten Communities mittelfristig ins Jenseits befördern werden. Die Herausforderung hier heisst mit Sicherheit traffic-Monetarisation, ein universelles Erfolsmodell hat sich bisher allerdings noch nicht herauskristallisiert. Ob es die Nutzer von Communitier mittelfristig dulden werden, dass ihre zum Teil sehr persönlichen Daten im Internet vermarktet werden, bleibt zudem fraglich. Mal ganz nunabhängig von datenschutzrechtlichen Problematiken. Der antinome Zielkonflikt zwischen dem kommerziellen Ziel auf der einen Seite und der ursprünglichen Intention die Privatsphäre anderen zugänglich zu machen ist zudem auch noch nicht aufgelöst.

Händler/Herstellermodell

Das Internet dient Herstellern dazu ihre Produkte direkt und/oder indirekt an andere Händler oder Endkunden zu vertreiben und ist somit eine weitere Vertriebsschiene im Vetriebskonzept. Das Internet sorgt hierbei für eine hohe Preistransparenz und eine starke Wettbewerbssituation. Kunden können sich in kürzester Zeit einen guten Überblick über das aktuelle Preisgefüge und/oder Produktinformationen in einem Markt verschaffen ohne hier direkte Anfragen starten zu müssen. Bei diesem Geschäftsmodell tritt das Internet in unmittelbare Konkurrenz zum stationären Handel, bei deutlich besseren Fixkostenstrukturen. Allerdings darf hierbei der meist sehr hohe Marketingaufwand, der größtenteils google-induziert ist, nicht außer acht gelassen werden. Zweistellige Marketingbudget sind hierbei keine Seltenheit vor dem Hintergrund einer mittelfristigen Erfolgsstrategie. Ganze Branchen, wie beispielsweise die Musikindustrie kämpfen schon seit Jahren mit der scheinbar nachhaltigen Erfolglosigkeit des eigenen Geschäftsmodells.

Selbstverständlich basieren viele Geschäftsmodelle im Internet nicht auf den hier dargestellten „sortenreinen“ Geschäftsmodellen, sondern sind hybride Formen bzw. basieren auf entsprechenden Kombinationen der hier dargestellten Geschäftsmodelle.

Kommentare jederzeit herzlich willkommen.

Dirk Stader

Bedingungsloses Grundeinkommen + neues Steuerkonzept

Eine, wie ich finde interessante Spielart, über die es sich lohnt nachzudenken, ist das gedankliche Konstrukt des bedingungslosen Grundeinkommens. Jeder bekommt ab seiner Geburt einen fixen Grundbetrag von 1.000 bis 1.500 EUR, gestaffelt nach Altersklassen. Für dieses Einkommen muss keine Gegenleistung erbracht werden, also wie bei HartzIV nur halt für jeden. Der Anspruch ist nicht vererb- und übertragbar.

Wem dieser Betrag nicht hoch genug ist, der geht arbeiten und verdient damit mehr als die Grundeinkommenbezieher. Der Anreiz besteht wie heute auch, mehr zu verdienen als der Bundesdurchschnitt.

Zusätzlich werden alle Steuern abgeschafft und in reine Verbrauchssteuern umgewandelt. D.h. alle Waren- und Dienstleistungsströme werden Verbrauchs- und Inanspruchnahme abhängig besteuert. Dabei gibt es modifizierte Steuersätze auf Basisgüter /-dienstleistungen und am anderen Ende der Skala auf Luxusgüter.

Z.B.

  • Brot 3% Steuer
  • Haarschneiden 5%
  • Miete bis 500 EUR 5%
  • Miete ab 2.500 EUR 25%
  • Kleinwagen bis 12.000 EUR 5%
  • Luxuswagen ab 100.000 EUR 50%
  • etc

Die genauen Steuerklassen muss man ebenso wie die Höhe des Grundeinkommens natürlich noch genau ausrechenen. Hierfür kann das aktuelle Steueraufkommen, die Steuerplanungen der Folgejahre sowie die jeweiligen Verbräuche herangezogen werden.

Damit wird zugleich auch die eherne Forderung erfüllt: Steuererklärungen auf einen Bierdeckel ausfüllen zu können. Besser noch, hier in dem Modell braucht man keine Steuererklärungen mehr. Schöner Nebeneffekt, man kann den Staatsapparat deutlich entschlacken und einer sinnvollen, endlich mal produktiven Verwendung zuführen.

Zusätzlich werden sämtliche Subventionen, Transferleistungen etc. eingestellt. Sind eh‘ sinnlose Maßnahmen, die alles nur verzerren.

Klingt einfach ist auch so. Meines Erachtens lohnt es sich auf jeden Fall, diesen Gedanken weiter zu spinnen, wie seht ihr das?

Hier der Beitrag des Vaters dieser Idee der ehemalige dm-Eigentümer, also ein Unternehmer und eben kein Politiker.

Werner_Einkommen_klein

http://www.luebbe.de/kunden/luebbe/vgl/www.nsf/htmls/Buchseite?Open&dc=2&ds2=Buecher-Einzeldokument&external=d!C1256E550034A541,i!B33D2EA29D4324C8C125742F0063E80B&cartid=8710-233034

Eine entsprechende Petition hierzu, gibt es auch schon.

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1422

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Mikrokosmos = Makrokosmos

Eine gewagte Spekulation: Ich bin nun wirklich kein Physiker, aber wenn ich mir so die verschiedenen Fachbeiträge ansehe, die sich einerseits mit dem Mikrokosmos beschäftigen und andererseits den Makrokosmos analysieren, dann ist für  mich eine These sehr aufdringlich: es scheint so zu sein, als ob beide Forschungsschwerpunkte gemeinsame Parallelen aufzeigen. Viele Gesetzmäßigkeiten, viele Modelle und viele sachlogische Zusammenhänge weisen meines Erachtens darauf hin, dass sich der Mikrokosmos genausso wie der Makrokosmos verhält. Ich wage hiermit die sicherlich kühne These, dass sich Mikrokosmos und Makrokosmos nach den selben Gesetzmäßigkeiten verhalten. Dies würde bedeuten, dass sich die kleinsten Teilchen im Universum genau so verhalten, wie es die größten Teilchen. Atome, Spins etc. gehorchen möglicher Weise den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie Planeten und Galaxien.

Vielleicht gibt es aber auch gar keine kleinsten und größten Teilchen, sondern vielleicht geht es immer so weiter, so dass jeder Kosmos sich selbstähnlich in der nächst höheren und nächst kleineren Einheit wieder selbst abbildet bzw. abgebildet ist.

Hmm, klingt möglich, ist aber ist wahrscheinlich Unsinn.

@Physiker: Gibt es plausible Antihesen, ober Wiederlegungen oder sogar eine Synthese.

Dirk Stader