Posts Tagged ‘Meinung’

Die Unfähigkeit zur objektiven, intelligenten, fokussierten Berichterstattung

Februar 20th, 2010

Ich glaube nicht, dass sich die Presse und speziell viele Journalisten heute noch die Mühe machen vernünftig zu recherchieren. Die meisten schreiben einfach nur die aktuellste dpa-Meldung ab. Eigene Meinungsbildung, tiefgründige Recherche, objektive Abwägung und letztlich Meinungsbildung nach den alten Prinzipien These, Antithese, Synthese scheint für viele, viel zu anstrengend oder gar interlektuell zu herausfordernd zu sein.

Das Ergebnis sind schlecht recherchierte Beiträge, die unreflektierte Übernahme von Meinungen oder einfach reisserische Plattitüden. Na vielen Dank.

Darüber hinaus fröhnen viele dem Grundprinzip, je mehr ich übertreibe, je wahnsinniger ich etwas darstelle und umsomehr ich an die niedere Instinkte der Masse appeliere und Angst streue, desto besser die Geschichte. Na prima.

Der Zeitwert der Wahrheitsvermutung bei den meisten Beiträgen geht gegen einen Grenzwert der nicht weit entfernt ist von “Ground Zero” also 0,00.

Zudem werden innerhalb der Berichterstattung Schwerpunkte gesetzt, die so was von unbedeutend sind, dass sie noch nicht einmal mit dem berühmten “Sack Reis in China” konkurrieren können. Ich war selten so gelangweilt. So liebe Schreiberlinge, wie wäre es wenn ihr in die Fußstapfen von Alt-Vater Grimm treten würdet und eure Beiträge ehrlicher Weise direkt als Märchen einstuft. Dann ist es wenigstens vollkommen klar, welche Güte bzw. welcher innere Anspruch der vermeintlichen Berichterstattung zu Grunde liegt.

Ein Wind ist halt manchmal ein Wind und kein Weltuntergang, der Tod eines einzelnen, bei aller Tragik für das nähere Umfeld, leider doch nur eine Randerscheinung und global unbedeutsam, das Leben eines Prominenten, so etwas was uninteressant und lächerlich und mit Verlaub gesprochen, der Worte nicht wert.

Außerdem ein kleiner Hinweis zu letzt, manchmal sind sog. “good new” zwar langweilig, aber vielleicht ehrlicher und möglicher Weise auch bedeutsamer als die permanente öffentlich zur Schaustellung von publikumswirksamen “bad news”.

Also Journalisten, Redakteure und Herausgeber, ihr langweilt euch doch auch, oder?

Also Mut zur authentischen, offenen gut recherchierten Berichterstattung.

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

www.teufel.de

Februar 5th, 2010

Eine kleine Berliner Manufaktur für Heimkinosysteme, Lautsprecher und Audiozubehör. Ich muss schon sagen, ein unglaubliches Klangerlebnis. Tschüss Bang & Olufsen, JBL und wie sie alle heissen. www.teufel.de biete sehr gute Qualität zu akzeptabeln Preisen. Ich kann nur jedem raten, die Bestellung online zu platzieren, der Kundendienst ist schlecht, unfähig und kundenunfreundlich.

Trotzdem die Qualität ist sehr gut und die Produkte ausgereift und anspruchsvoll. Den sog. Mainstream kann man hier getrost vergessen, selbst Luxusmarken können hier kaum Punkte machen.

Alles in allem eine wirklich runde Sache und absolut empfehlenswert, für all diejenigen, die ein besonderes Klangerlebnis habe wollen.

Mein persönlicher Favorit ist das Heimkinosystem:

www.teufel.de

http://www.teufel.de/Komplett-Systeme/Cinepaq5100.cfm

Dirk Stader

Die Onliner und ihre Kunden – häh was sind Kunden?

Dezember 17th, 2009

Wie jeder, der mich kennt weiss, ist die Online-Branche für mich relativ neu. Insgesamt ist es schon erstaunlich mitten drin zu sein und zu sehen wie sich alles bewegt, verändert und ausrichtetet. Dennoch glaube ich, dass es noch einer gewissen Wegstrecke bedarf, bis wir uns in der Online-Branche professionalisiert und als nachhaltig etabliert haben. Was mich am meisten erstaunt, ist allerdings, dass die meisten Onliner in den Dimensionen “Traffic”, “Conversion”, CPC, CPL, etc. denken, aber einen wichtigen Faktor, der für mein Empfinden immer im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens steht, mehr oder weniger vollkommen vernachlässigen, wenn nicht sogar ignorieren: den Kunden und sein Bedürfnis.

Diese Erkenntnis ist  mir auf einem der letzen Management-Meetings sehr deutlich geworden. Es ging um die kritischen Erfolgsfaktoren, die ein Unternehmen von den anderen unterscheidet. Ellen lange Listen wurden im Rahmen eines Brainstormings erarbeitet: Technik, SEO, SEA, Team, Stickyness, um nur einige zu nennen, alles war dabei. Nur eines fehlte und schien so gar nicht auf der Agenda eines Online-Unternehmens zu stehen: der Kunde und sein Bedürfnis:

Warum ist das so, warum vernachlässigen wir den Faktor, um den es hier geht?. Warum steht der, der die Musik bezahlt bei uns Onlinern nicht im Mittelpunkt unserer Betrachtung bzw. unserer Bemühungen?

Nur zur Erinnerung: ein komperativer Konkurrenzvorteil (KKV) ist das, was uns, in der subjektiven Wahrnehmungswelt des Kunden, besser erscheinen lässt, als unsere Wettbewerber. Der Kunde bezahlt unsere Gehälter bzw. Dividenden. Warum wird dieses Element bei Onlinern so sträflich vernachlässigt.

Klar unsere Devise mit viel Geld, das wir bei www.google.de ausgeben, so viele Internetuser wie möglich auf unsere Plattformen zu schaufeln und uns anschliessend beschweren wie teuer www.google.de ist, ist da sicherlich auch ein Weg, wenn auch nicht der effizienteste, und wenn ich länger darüber nachdenke, sogar noch nicht einmal der effektive.

Ich kann nur jedem Onliner genauso wie jedem Offliner den Tip geben “Kümmert euch um eure Kunden” und findet heraus was euer Kunde wirklich will und sucht.

Dies spart mit Sicherheit die ein oder andere Million, die wir sonst gerne im Marketing verbrennen.

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Systematisierung der Geschäftsmodelle im Internet

November 3rd, 2009

Geld verdienen im Internet, ist eigentlich nicht so schwer und sollte man einmal Verluste produzieren, dann kann man sich damit trösten, dass das Geld nicht weg ist, sondern nur einem anderen gehört.

Werbefinanzierte Geschäftsmodelle – Advertising Model:

Prominentestes Beispiel “google”: hierbei ist das Geschäftsmodell vollständig von Werbeeinnahmen abhängig und letzendlich auch darauf angewiesen. Dies Art des Geschäftsmodells geht dabei stark auf die Anfänge des Internets zurück. Grundvoraussetzung für einen geschäftlichen Erfolg ist dabei die Generierung von größmöglichem “traffic” und zwar relativ unabhängig davon, ob es sich hierbei um “guten” oder “schlechten” traffic handelt. Inwiefern hierbei der ebenfalls von google behauptete Aufbau eines Markennamens durch reine Werbung im Internet eine Rolle spielt, mag durchaus bezweifelt werden. Allerdings hilft der Markenaufbau durch die diversen anderen Marketingkanäle auf jeden Fall – und vielleicht wird der Markenaufbau durch internetbasierte Werbeformate zusätzlich lanciert. Mag sein.  Böse Zungen behaupten, dass rein werbebasierte Geschäftsmodelle außerhalb der etablierten Beispiele á la google sich nur schwerlich etablieren lassen und möglicher Weise eher zufällig, denn geplant entstehen. Hierzu ist jeder zu einem Kommentar aufgefordert.

Affiliate Model

Betreiber von Webseiten werden finanzielle Anreize geboten in Form von Provisionen etc., wenn sie Nutzer bspw. auf die Seite eines Online-Händlers weiterleiten. Die Zielwebseite erhält hiermit vorzugesweise “guten” traffic der konvertiert, dh. eine Transaktion auslöst. Die Zielwebseite vergütet diese Dienstleistung monetär und beteiligt somit den traffic-Lieferanten am Umsatz- bzw. Rohertragserlös. Vorzugsweise erfolgt die Honorierung transaktionsbasiert, d.h. bei Kauf, Anmeldung, Lead etc. Konditionell orientiert sich eine potenzielle Provision an der Güte des traffics, der durchgeleitet wird. Der Erfolg ist für den Affiliate-Anbieter grundsätzlich leicht zu messen und die Kosten-Nutzen-Relation dieser Maßnahme einfach zu überprüfen, da Performance abhängig.

Makler Modell – Brockerage

Es werden  Dienstleistungen, Produkte zwischen Anbieter und Kunde gehandelt. Umsatz wird hierbei durch Angebot und Nachfrage auf einer Internetplattform generiert. Hierbei gilt, je bekannter eine Internetplattform ist, desto höher ist die Anzahl der potenziellen Transaktionen. Erlöse werden hierbei ebenfalls transaktionsbasiert  erzielt, d.h. via Gebühren, Nutzungsentgelte, Mitgliedschaften etc. Beispielhafte Ausprägungen für dieses Geschäftsmodell sind Marktplätze, Auktionsplattformen wie ebay, amazon etc. Die technologische Funktionalität ist hierbei ein kompetitiver Erfolgsfaktor.

Subscriptionsmodel

Dies ist ein klassisches Abonnentenmodell, bei dem der Nutzer gegen entsprechende Bezahlung für einen definierten Zeitraum eine Leistung in Anspruch nehmen kann. In der Praxis finden sich häufig Subscriptionsmodelle in Kombination mit werbebasierten Geschäftsmodellen: die Leistung wird einmal im Grundkonzept meist mit verringertem Funktionsumfang inklusive Werbung angeboten und zum anderen als sog. Premiumdienst mit vollem Leistungsumfang meist ohne Werbung.

Utiliy Model

Hierbei wird ein Preis je nach in Anspruch genommenem Leistungsumfang (Anzahl der Seiten, Seitenaufrufe, Nutzungszeit etc.) in Rechnung gestellt. Der Nutzer profitiert von der Risikominimierung, Arbeits-, Zeit- oder Geldersparnissen.

Community-Model

Internetnutzer generieren hierbei eigene Inhalte, die auf der jeweiligen Internetplattform wiederum anderen Nutzer publiziert bzw. zur Verfügung gestellt werden. Das Modell an sich generiert keinen originären, monetären Erlös, maximal noch einen psycholgischen. Die meisten Communities außerhalb von Xing haben es bisher nicht geschafft eigene nachhaltige Erlösmodelle aufzubauen. Deshalb müssen hier wiederum werbebasierte Ansätze und Premiumdienstleitungen herhalten, um diese Geschäftsmodell am Leben zu erhalten. Einige Geschäftsmodelle werden sicherlich überleben, aber längst nicht alle, da insbesondere die enormen traffic-Kosten, die meisten Communities mittelfristig ins Jenseits befördern werden. Die Herausforderung hier heisst mit Sicherheit traffic-Monetarisation, ein universelles Erfolsmodell hat sich bisher allerdings noch nicht herauskristallisiert. Ob es die Nutzer von Communitier mittelfristig dulden werden, dass ihre zum Teil sehr persönlichen Daten im Internet vermarktet werden, bleibt zudem fraglich. Mal ganz nunabhängig von datenschutzrechtlichen Problematiken. Der antinome Zielkonflikt zwischen dem kommerziellen Ziel auf der einen Seite und der ursprünglichen Intention die Privatsphäre anderen zugänglich zu machen ist zudem auch noch nicht aufgelöst.

Händler/Herstellermodell

Das Internet dient Herstellern dazu ihre Produkte direkt und/oder indirekt an andere Händler oder Endkunden zu vertreiben und ist somit eine weitere Vertriebsschiene im Vetriebskonzept. Das Internet sorgt hierbei für eine hohe Preistransparenz und eine starke Wettbewerbssituation. Kunden können sich in kürzester Zeit einen guten Überblick über das aktuelle Preisgefüge und/oder Produktinformationen in einem Markt verschaffen ohne hier direkte Anfragen starten zu müssen. Bei diesem Geschäftsmodell tritt das Internet in unmittelbare Konkurrenz zum stationären Handel, bei deutlich besseren Fixkostenstrukturen. Allerdings darf hierbei der meist sehr hohe Marketingaufwand, der größtenteils google-induziert ist, nicht außer acht gelassen werden. Zweistellige Marketingbudget sind hierbei keine Seltenheit vor dem Hintergrund einer mittelfristigen Erfolgsstrategie. Ganze Branchen, wie beispielsweise die Musikindustrie kämpfen schon seit Jahren mit der scheinbar nachhaltigen Erfolglosigkeit des eigenen Geschäftsmodells.

Selbstverständlich basieren viele Geschäftsmodelle im Internet nicht auf den hier dargestellten “sortenreinen” Geschäftsmodellen, sondern sind hybride Formen bzw. basieren auf entsprechenden Kombinationen der hier dargestellten Geschäftsmodelle.

Kommentare jederzeit herzlich willkommen.

Dirk Stader

Die gute alte Rasierseife – contra Rasierschaum von Wilkinson und Gillette

Oktober 3rd, 2009

Rasierseife

Ich bin vor mehreren Jahren wieder dazu übergegangen die gute alte Rasierseife nebst Rasierschale und Rasierpinsel zu benutzen. Alles in allem eine wirklich gute Entscheidung. Mal abgesehen davon, dass die Düfte deutlich angenehmer sind, als bei den meisten Rasierschäumen, gibt es auch deutlich weniger Hautirritationen und Rötungen.

Aber der beste Effekt ist eigentlich, dass handelsübliche Rasierklingen von Wilkinson und / oder  Gillette deutlich länger halten. Früher musste ich meine Rasierklingen alles 4-6 Wochen austauschen. Heute halten sich diese bis zu 3 Monaten. Es ist wirklich ganz erstaunlich.

Ich bin aus diesem Grund zu der These gekommen, dass Wilkison und Gillette, als Vertreter ihrer Zunft, irgendetwas in den Rasierschaum geben, damit die Klingen eben nicht so lange halten. Eine andere Erklärung habe ich nicht. Es ist schon sehr erstaunlich, das zwei Unternehmen, die sich sowieso in einem friedvollen Oligopol befinden und sich eingerichtet haben und zudem Preise für Rasierklingen am Markt durchsetzen die enorm sind, anscheinend auch noch mit chemischen Zusätzen die Haltbarkeit der Klingen reduzieren. Stumpfe Klingen zur Optimierung des eigenen Ertrages, na super. Habt ihr das etwa nötig?

Ich kann allen Männern nur raten, wieder zu den alten traditionellen Rasierseifen zurück zu kehren. Neben dem wohltuenden Körpergefühl, kann man auch noch sehr viel Geld sparen.

Meine Favoriten für Rasierseifen sind die nach alter Tradition hergestellten Wiener Haslinger Seifen. Reine Natur ohne chemische Zusatzstoffe. meiner Meinung nach sehr angenehm.

Rasierseife 2

Eine mögliche Bezugsquelle ist http://www.rasierladen.de/

Allerdings habe ich mich bisher noch nicht getraut, das Rasiermesser zu benutzen, extrem scharf. Hier haben die heutigen Rasierer auf jeden Fall Vorteile.

Aber was nicht ist kann ja noch werden.

Dirk Stader

Macht und Management

August 15th, 2009

Macht eignet sich vorzüglich

den Menschen das Klavierspielen zu verbieten,

es ist jedoch ein völlig untaugliches Mittel

um es ihnen beizubringen

autotest.de – Autofahrer beschreiben ihre Erfahrungen mit den jeweiligen Fabrikaten

August 10th, 2009

www.autotest.de gibt Autobesitzern die gute Gelegenheit sich über ihr aktuelles Fahrzeug bzw. früher gefahrene Autotypen auszutauschen. Dies ist eine hilfreiche Informationsquelle, wenn es darum geht die Schwachstellen eines Fahrzeug zu identifizieren oder die Erfahrungsberichte mit positiven Erfahrungen mit einer Automarke oder einem Fahrzeugtyp als Entscheidungsgrundlage bei einem Neuwagenkauf oder einem Gebrauchtwagenkauf zu nutzen.

Zudem kann hier jeder Fahrzeugführer seine eigene Fahrzeughistorie aufbauen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Hier sind Berichte zu meinem früheren

Ich finde autotest.de ist eine wirklich gute Internetseite, bei der man den Eindruck hat, dass hier echte Nutzer ihre wirklichen Erfahrungen mit den jeweiligen Fabrikaten veröffentlichen. Im Gegensatz zu der Konkurrenzplattform www.autoplenum.de, die mehr den Eindruck erweckt, dass hier ganze Redaktionsteams nichts anderes tun, als permanent Beiträge zu schreiben und das nicht einmal besonders gut.

Dies ist nicht Sinn und Zweck von User-generierten Inhalten. Danke www.autotest.de, weiter so. Weitere Testberichte über Autos findet ihr/man im rechten Bereich dieser Web-Seite im sog. RSS-feed RSS –>.

Dirk Stader

Krakau – eine Stadt mir mediteranem Flair

Juli 29th, 2009

Krakau, eine schöne Stadt mit ca. 800.000 Einwohnern (Stand: 2009)  im Süden von Polen, hat viel südländisches, meditaranes Flair. Mit Sitz der zweitältesten Universität mitten in Europa (Gründung 1364), entwickelte sich Krakau sukzessive zu einem Industrie-, Wissenschafts- und Kulturzentrum. Eine Vielzahl an gothischen Bauwerken, der Renaissance, des Barock und nahfolger Epochen zeichnet das Stadtbild der historischen Stadt, die bis einschliesslich 1596 die Hauptstadt von Polen war. Viele bezeichnen Krakau noch heute als die heimliche Hauptstadt von Polen.

Neben schönen alten Gebäuden und viel Kultur, ist insbesondere der Marktplatz mit den vielen angrenzenden Restaurants zu empfehlen. Die meisten dieser Restaurants sind in kleinen unterirdischen Kellergewölben angesiedelt. Insbesondere im Hochsommer, wenn sich die Stadt tagsüber aufgeheizt hat, sind diese Gewölbe eine echte Wohltat mit der vergleichsweisen kühlen Atmosphäre. Das Essen ist gut und die Getränke wirklich passabel. Und das alles zu Preisen, die durchaus bezahlbar wenn nicht sogar günstig sind.

Rund um den Markplatz fängt in den späten Nachmittagsstunden bis in den Abend hinein das echte Leben in Krakau an. Neben den vielen Stadtschönheiten (und es gibt hier wirklich zahlreiche hübsche Mädchen und Frauen), die insbesondere abends auffällig häufig anzutreffen sind, ist das Stadtbild geprägt von gut gelaunten, frohen Menschen.

Wenn man abends bei einem Glas Wein und gutem Essen allein oder in Gesellschaft auf die Krakau Plazza blickt, könnte glatt der Eindruck entstehen, dass man sich in Italien oder Süd-Frankreich befindet.

Krakau, immer eine Reise wert. Ich kann es nur empfehlen.

Dirk Stader

(Basis) Tugenden des modernen Managements

Juli 25th, 2009

Irgendwie ist Management kein Hexenerk. Ich glaube Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Nachhaltigkeit sind ein paar wesentliche Grundvoraussetzungen. Zudem kann es m.E. nicht schaden wenn die historisch zum Teil belasteten Tugenden wie Leitkultur bzw. Vorbildfunktion ihre Renaissance erleben. Lebe den Mitarbeitern, Teammitgliedern im positiven Sinne vor, wie sie sich verhalten sollen, dann assimilieren Sie sich automatisch. Dies ist ein Grundstein für eine positive, hommogene, faire und gerechte Unternehmenskultur. Ich habe viele Organisationen und Unternehmenskulturen gesehen, die deshalb krank waren, weil Vorstände, Eigner und Führungskräfte nur sich selbst optmiert haben und dementsprechend die Organisation die Führungsmannschaft lediglich aufgrund der vorhandenen Hierarchie akzeptiert hatte, sich aber eine organische positive Unternehmenskultur niemals entwickeln konnte. In dem Augenblick, in dem Mitarbeiter nicht respektvoll über die Führungsorgansisation denken, kann sich keine positive Unternehmenskultur entwickeln. Deshalb das Motto “Lebe als Vorbild”.

Darüber hinaus gilt es als Management einen verbindlichen, allgemein gültigen Handlungsrahmen zu schaffen, wobei darauf zu achten ist, dass persönliche Freiräume dort limitiert sind bzw. aufhören, wo die Freiräume eines Dritten eingeschränkt werden. Freiheiten und Freiheitsgrade müssen ausgewogen und für jeden gleichermaßen frei und limitiert sein.

Management ist dabei ebenso wie eine demokratische Regierung verantwortlich für den Aufbau des generellen Handlkungsrahmens, der Definition der organisationalen Regeln, der Kontrolle derselben und der permanenten Adjustierung von Organisation und Prozessen.

Einen nicht zu unterschätzenden Aufgabenbereich des Managements besteht in der permanenten Kontrolle; ich stelle die persönliche These auf, dass Kontrolle ca. 75% des Gesamtaufgabenbereichs eines erfolgreichen Managements ausmacht, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Mein Petitium ist: Übst Du keine Kontrolle aus, ufern viele Dinge aus. Es ist wie bei Kindern: ohne Grenzen keine positive Entwicklung. Hierbei eine Entschuldigung an alle glücklosen 68er; hat nicht funktioniert oder? Aber tolle Idee; Ironie!!

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Apropos “Nieten in Nadelstreifen”

Juli 24th, 2009

Irgendwie ist an dem Vorwurf von den “Nieten in Nadelstreifen” was dran. Was man in Konzernen so alles erlebt, ist schon mehr als interessant. Beispiele aus meiner eigenen Erfahrung: Da ist der ehemalige Vorstandsvorsitzende, der der Lufthansa vorschreibt, in welcher Art und Weise die Früchte geschnitten und auf dem Teller angeordnet werden sollen, damit auf dem Flug auch alles so ist, wie er es mag. Gleicher Vorstand liess den Sitz seines Fahrers solange abtragen, bis er über ihn hinweg nach vorne sehen kann. Besagter Vorstand sitzt natürlich immer hinten.

Einer seiner Kollegen läßt aus einer 500 S-Klasse von Mercedes die serienmäßige Lederausstattung wieder entfernen, wegen einer “angeblichen” Lederallergie. Das nunmehr keine Leasinggesellschaft dieses Fahrzeug mehr finanzieren will, störte nicht weiter, dann wird es halt einfach gekauft. Der Restwert des Wagens war unmittelbar nach der Zulassung um 75% gefallen.

Besagter Vorstand im Originalzitat zu mir bei einer Präsentation, bei der der Gesamtvorstand anwesend war: “Herr XY sprechen Sie nur zu mir hier drüben sitzt sowieso keine Kompetenz.” Auch wenn er wahrscheinlich Recht hatte, war es umso erstaunlicher, dass keiner der besagten Vorstandsmitglieder den Mumm hatte einfach aufzustehen und dem Vorsitzenden wissen zu lassen, dass er ihn in seinem Büro bei der Arbeit findet. Das wäre die einzig richtige Antwort auf so einen Unsinn gewesen.

Konzernentscheidungen wurden getroffen, weil Berater wie Roland Berger, McKinsey etc. meinten mehr Ahnung von  der Strategie eines Großkonzerns zu haben, als die unternehmenseigenen Führungskräfte. Ich habe selten soviel Unsinn gesehen. Was sind übrigens die beiden typischen Handlungen eines Beraters: wie schüttel ich mir was aus dem Arm und wie sauge ich mir etwas aus den Fingern. Es gibt böse Zungen die behaupten, dass Berater die moderne Form einere Hure sind: sie erbringen eine Dienstleistung für viel Geld, die man selbst bessser, schneller und billiger hätte erbringen können. Aber das nur nebenbei.

Aber zurück zu den Konzernbossen: ich glaube der moralische und ethische Verfall der Führungsriegen, hat seine Ursache in der mangelhaften Ausbildung. Es fehlen moralisch, ethische Grundausbildungen. Wirklich schade, viele dieser Personen hätten wirklich erfolgreich sein können.

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader