Posts Tagged ‘Ideen’

Gerechtigkeit

Dezember 2nd, 2009

Hhmm, was sind die Grundprinzipien einer Strafe bzw. was ist das Ziel einer Strafverfolgung bei einem Verbrechen das bereits 50 Jahre her ist und einer Menge Menschen das Leben gekostet hat nach westllichem, demokratischem Standard. Soweit ich mich erinnern kann, basiert unser System auf drei Eckpfeilern:

  1. Re-Sozialisierung
  2. Abschreckung
  3. Vergeltung

Bei 1. Stellt sich die Frage, ob ein Täter, der sich bereits mehrere Jahre nach seiner Straftat als “guter” Bürger etabliert hat, in dem er sich im Rahmen seines sozialen Gefüges engagiert hat, sich um seine Mitmenschen gekümmert hat, sich integriert und als Mitgliegd einer sozialen Gemeinschaft bewährt hat, überhaupt noch re-sozialisiert werden muss. Möglicher Weise hat der Aspekt der Re-Sozialisierung bereits stattgefunden bzw. ist bereits abgeschlossen, hmm?!

Bei 2. Die Strafe soll also so hoch sein, dass jemand abgeschreckt wird, ein weiteres Verbrechen zu begehen, dass tausenden von Menschen das Leben vor mehr als 50 Jahren gekostet hat. Hmm, das wird nicht einfach.

Bei 3. Welches Strafmaß ist überhautpt geeignet das Leben von tausenden von Menschen zu vergelten, mehrfach lebenslänglich, bei jemandem, der fast 90 Jahre alt ist, hmm?! Und ist eigentlich nicht jedes Strafmaß in irgendeiner Form ungeeignet, um Vergeltung zu üben. Noch weiter, ist nicht jedes Strafmaß am Ende doch nur ein Hohn im Vergleich zur unmenschlichen Tat, z.B. pro Leben ein halbes Jahr Strafe?!

Ich glaube, das wird extrem schwierig und unser Rechtssystem ist für die Herstellung von Gerechtigkeit, bei einer solchen ungeheurlichen Tat, nur schwerlich geeignet, um hier in geeigneter Weise jetzt noch eine Antwort zu finden.

hmm?!

Dirk Stader

PS. Gibt es eigentlich einen universellen Wert bei dem Thema Gerechtigkeit?

Systematisierung der Geschäftsmodelle im Internet

November 3rd, 2009

Geld verdienen im Internet, ist eigentlich nicht so schwer und sollte man einmal Verluste produzieren, dann kann man sich damit trösten, dass das Geld nicht weg ist, sondern nur einem anderen gehört.

Werbefinanzierte Geschäftsmodelle – Advertising Model:

Prominentestes Beispiel “google”: hierbei ist das Geschäftsmodell vollständig von Werbeeinnahmen abhängig und letzendlich auch darauf angewiesen. Dies Art des Geschäftsmodells geht dabei stark auf die Anfänge des Internets zurück. Grundvoraussetzung für einen geschäftlichen Erfolg ist dabei die Generierung von größmöglichem “traffic” und zwar relativ unabhängig davon, ob es sich hierbei um “guten” oder “schlechten” traffic handelt. Inwiefern hierbei der ebenfalls von google behauptete Aufbau eines Markennamens durch reine Werbung im Internet eine Rolle spielt, mag durchaus bezweifelt werden. Allerdings hilft der Markenaufbau durch die diversen anderen Marketingkanäle auf jeden Fall – und vielleicht wird der Markenaufbau durch internetbasierte Werbeformate zusätzlich lanciert. Mag sein.  Böse Zungen behaupten, dass rein werbebasierte Geschäftsmodelle außerhalb der etablierten Beispiele á la google sich nur schwerlich etablieren lassen und möglicher Weise eher zufällig, denn geplant entstehen. Hierzu ist jeder zu einem Kommentar aufgefordert.

Affiliate Model

Betreiber von Webseiten werden finanzielle Anreize geboten in Form von Provisionen etc., wenn sie Nutzer bspw. auf die Seite eines Online-Händlers weiterleiten. Die Zielwebseite erhält hiermit vorzugesweise “guten” traffic der konvertiert, dh. eine Transaktion auslöst. Die Zielwebseite vergütet diese Dienstleistung monetär und beteiligt somit den traffic-Lieferanten am Umsatz- bzw. Rohertragserlös. Vorzugsweise erfolgt die Honorierung transaktionsbasiert, d.h. bei Kauf, Anmeldung, Lead etc. Konditionell orientiert sich eine potenzielle Provision an der Güte des traffics, der durchgeleitet wird. Der Erfolg ist für den Affiliate-Anbieter grundsätzlich leicht zu messen und die Kosten-Nutzen-Relation dieser Maßnahme einfach zu überprüfen, da Performance abhängig.

Makler Modell – Brockerage

Es werden  Dienstleistungen, Produkte zwischen Anbieter und Kunde gehandelt. Umsatz wird hierbei durch Angebot und Nachfrage auf einer Internetplattform generiert. Hierbei gilt, je bekannter eine Internetplattform ist, desto höher ist die Anzahl der potenziellen Transaktionen. Erlöse werden hierbei ebenfalls transaktionsbasiert  erzielt, d.h. via Gebühren, Nutzungsentgelte, Mitgliedschaften etc. Beispielhafte Ausprägungen für dieses Geschäftsmodell sind Marktplätze, Auktionsplattformen wie ebay, amazon etc. Die technologische Funktionalität ist hierbei ein kompetitiver Erfolgsfaktor.

Subscriptionsmodel

Dies ist ein klassisches Abonnentenmodell, bei dem der Nutzer gegen entsprechende Bezahlung für einen definierten Zeitraum eine Leistung in Anspruch nehmen kann. In der Praxis finden sich häufig Subscriptionsmodelle in Kombination mit werbebasierten Geschäftsmodellen: die Leistung wird einmal im Grundkonzept meist mit verringertem Funktionsumfang inklusive Werbung angeboten und zum anderen als sog. Premiumdienst mit vollem Leistungsumfang meist ohne Werbung.

Utiliy Model

Hierbei wird ein Preis je nach in Anspruch genommenem Leistungsumfang (Anzahl der Seiten, Seitenaufrufe, Nutzungszeit etc.) in Rechnung gestellt. Der Nutzer profitiert von der Risikominimierung, Arbeits-, Zeit- oder Geldersparnissen.

Community-Model

Internetnutzer generieren hierbei eigene Inhalte, die auf der jeweiligen Internetplattform wiederum anderen Nutzer publiziert bzw. zur Verfügung gestellt werden. Das Modell an sich generiert keinen originären, monetären Erlös, maximal noch einen psycholgischen. Die meisten Communities außerhalb von Xing haben es bisher nicht geschafft eigene nachhaltige Erlösmodelle aufzubauen. Deshalb müssen hier wiederum werbebasierte Ansätze und Premiumdienstleitungen herhalten, um diese Geschäftsmodell am Leben zu erhalten. Einige Geschäftsmodelle werden sicherlich überleben, aber längst nicht alle, da insbesondere die enormen traffic-Kosten, die meisten Communities mittelfristig ins Jenseits befördern werden. Die Herausforderung hier heisst mit Sicherheit traffic-Monetarisation, ein universelles Erfolsmodell hat sich bisher allerdings noch nicht herauskristallisiert. Ob es die Nutzer von Communitier mittelfristig dulden werden, dass ihre zum Teil sehr persönlichen Daten im Internet vermarktet werden, bleibt zudem fraglich. Mal ganz nunabhängig von datenschutzrechtlichen Problematiken. Der antinome Zielkonflikt zwischen dem kommerziellen Ziel auf der einen Seite und der ursprünglichen Intention die Privatsphäre anderen zugänglich zu machen ist zudem auch noch nicht aufgelöst.

Händler/Herstellermodell

Das Internet dient Herstellern dazu ihre Produkte direkt und/oder indirekt an andere Händler oder Endkunden zu vertreiben und ist somit eine weitere Vertriebsschiene im Vetriebskonzept. Das Internet sorgt hierbei für eine hohe Preistransparenz und eine starke Wettbewerbssituation. Kunden können sich in kürzester Zeit einen guten Überblick über das aktuelle Preisgefüge und/oder Produktinformationen in einem Markt verschaffen ohne hier direkte Anfragen starten zu müssen. Bei diesem Geschäftsmodell tritt das Internet in unmittelbare Konkurrenz zum stationären Handel, bei deutlich besseren Fixkostenstrukturen. Allerdings darf hierbei der meist sehr hohe Marketingaufwand, der größtenteils google-induziert ist, nicht außer acht gelassen werden. Zweistellige Marketingbudget sind hierbei keine Seltenheit vor dem Hintergrund einer mittelfristigen Erfolgsstrategie. Ganze Branchen, wie beispielsweise die Musikindustrie kämpfen schon seit Jahren mit der scheinbar nachhaltigen Erfolglosigkeit des eigenen Geschäftsmodells.

Selbstverständlich basieren viele Geschäftsmodelle im Internet nicht auf den hier dargestellten “sortenreinen” Geschäftsmodellen, sondern sind hybride Formen bzw. basieren auf entsprechenden Kombinationen der hier dargestellten Geschäftsmodelle.

Kommentare jederzeit herzlich willkommen.

Dirk Stader

Macht und Management

August 15th, 2009

Macht eignet sich vorzüglich

den Menschen das Klavierspielen zu verbieten,

es ist jedoch ein völlig untaugliches Mittel

um es ihnen beizubringen

autotest.de – Autofahrer beschreiben ihre Erfahrungen mit den jeweiligen Fabrikaten

August 10th, 2009

www.autotest.de gibt Autobesitzern die gute Gelegenheit sich über ihr aktuelles Fahrzeug bzw. früher gefahrene Autotypen auszutauschen. Dies ist eine hilfreiche Informationsquelle, wenn es darum geht die Schwachstellen eines Fahrzeug zu identifizieren oder die Erfahrungsberichte mit positiven Erfahrungen mit einer Automarke oder einem Fahrzeugtyp als Entscheidungsgrundlage bei einem Neuwagenkauf oder einem Gebrauchtwagenkauf zu nutzen.

Zudem kann hier jeder Fahrzeugführer seine eigene Fahrzeughistorie aufbauen und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Hier sind Berichte zu meinem früheren

Ich finde autotest.de ist eine wirklich gute Internetseite, bei der man den Eindruck hat, dass hier echte Nutzer ihre wirklichen Erfahrungen mit den jeweiligen Fabrikaten veröffentlichen. Im Gegensatz zu der Konkurrenzplattform www.autoplenum.de, die mehr den Eindruck erweckt, dass hier ganze Redaktionsteams nichts anderes tun, als permanent Beiträge zu schreiben und das nicht einmal besonders gut.

Dies ist nicht Sinn und Zweck von User-generierten Inhalten. Danke www.autotest.de, weiter so. Weitere Testberichte über Autos findet ihr/man im rechten Bereich dieser Web-Seite im sog. RSS-feed RSS –>.

Dirk Stader

(Basis) Tugenden des modernen Managements

Juli 25th, 2009

Irgendwie ist Management kein Hexenerk. Ich glaube Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Nachhaltigkeit sind ein paar wesentliche Grundvoraussetzungen. Zudem kann es m.E. nicht schaden wenn die historisch zum Teil belasteten Tugenden wie Leitkultur bzw. Vorbildfunktion ihre Renaissance erleben. Lebe den Mitarbeitern, Teammitgliedern im positiven Sinne vor, wie sie sich verhalten sollen, dann assimilieren Sie sich automatisch. Dies ist ein Grundstein für eine positive, hommogene, faire und gerechte Unternehmenskultur. Ich habe viele Organisationen und Unternehmenskulturen gesehen, die deshalb krank waren, weil Vorstände, Eigner und Führungskräfte nur sich selbst optmiert haben und dementsprechend die Organisation die Führungsmannschaft lediglich aufgrund der vorhandenen Hierarchie akzeptiert hatte, sich aber eine organische positive Unternehmenskultur niemals entwickeln konnte. In dem Augenblick, in dem Mitarbeiter nicht respektvoll über die Führungsorgansisation denken, kann sich keine positive Unternehmenskultur entwickeln. Deshalb das Motto “Lebe als Vorbild”.

Darüber hinaus gilt es als Management einen verbindlichen, allgemein gültigen Handlungsrahmen zu schaffen, wobei darauf zu achten ist, dass persönliche Freiräume dort limitiert sind bzw. aufhören, wo die Freiräume eines Dritten eingeschränkt werden. Freiheiten und Freiheitsgrade müssen ausgewogen und für jeden gleichermaßen frei und limitiert sein.

Management ist dabei ebenso wie eine demokratische Regierung verantwortlich für den Aufbau des generellen Handlkungsrahmens, der Definition der organisationalen Regeln, der Kontrolle derselben und der permanenten Adjustierung von Organisation und Prozessen.

Einen nicht zu unterschätzenden Aufgabenbereich des Managements besteht in der permanenten Kontrolle; ich stelle die persönliche These auf, dass Kontrolle ca. 75% des Gesamtaufgabenbereichs eines erfolgreichen Managements ausmacht, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Mein Petitium ist: Übst Du keine Kontrolle aus, ufern viele Dinge aus. Es ist wie bei Kindern: ohne Grenzen keine positive Entwicklung. Hierbei eine Entschuldigung an alle glücklosen 68er; hat nicht funktioniert oder? Aber tolle Idee; Ironie!!

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Hallo Welt – wollt ihr das wirklich wissen?

Juli 22nd, 2009

Willkommen zur deutschen Version von WordPress. Dies ist der erste Artikel. Ob Blog’s jetzt sinnvoll sind, oder nicht; die Frage bleibt für mich immer noch unbeantwortet. Allerdings wer es nicht versucht, kann sich auch keine wirkliche Meinung darüber bilden. Dementsprechend werdet ihr hier zukünftig Eindrücke, Ideen, Meinungen und Auszüge aus meinem/unserem Leben finden. Ich bin zudem gespannt, ob ich meine Familie und Freunde aninimieren kann hier ihre Beiträge zu veröffentlichen. Damit sind wir dann endgültig im Web 2.0 oder war es Web 0,8,15 angekommen.

Dirk Stader