Einsam im Nebel [Invictus]

Einsam im Nebel

Allein im Nebel zu wandern,

zu seh’n ist weder Start noch Ziel

Keiner kennt den andern,

das Leben ist mehr als ein Spiel

Wege suchen und finden,

mehr kann es eigentlich nicht sein.

Chancen mit Risiken verbinden

Kurz über lang ist jeder allein.
Invictus

Generation 3.0

Mein Horoskop sagt:

„Die Versuchung ist groß.

Bleib standhaft,

denk an die negativen Folgen.“

Meine Freunde raten mir:

„Tu’s nicht.

Du wirst andere verletzen

und auch dich selbst.“

Doch ich sage mir

und allen die es hören wollen:

„Wir sind die Generation 3.0.

Wir gehören zu denen, die es besser wissen

und es trotzdem tun.“

Invictus

Eine Ode an das Fernsehen

Oh größtes aller Massenmedien. Wir danken Dir, dass Du Gefühle erweckst, die wir vorher nicht gehabt haben und uns auch gar nicht bewußt war, dass wir diese brauchen. Wir danken dir dafür, dass du das Denken reduzierst und die Phantasie tötest. Wir danken dir für die Künstlichkeit leichter Problemlösungen und für die subtile Manipulation unserer Wünsche und Gedanken zum Zwecke des Konsums. Nimm dieses Schale lauwarmen Griesbreis: sie represäntiert unsere Gehirne. Demütig bringen wir dieses Opfer. Schenke uns all dein Flimmern schlechter Filme und Beiträge sowie aller überflüssigen daily soaps. Jetzt uns in alle Ewigkeit.

In Anlehung an Calvin und Hobbes „Einfach umwerfernd“ 13. Album.

http://www.calvin-und-hobbes.com/ und http://de.wikipedia.org/wiki/Calvin_und_Hobbes

 

Kennt ihr noch nicht, auf jeden Fall kaufen, ist super.

Dirk Stader

Quellennachweis für die Bilder:

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Ich bin ein Stern – Hermann Hesse

 Ich bin ein Stern

 

Ich bin ein Stern am Firmament,

Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet,

Und in der eignen Glut verbrennt.

 

Ich bin das Meer, das nächtens stürmt,

Das klagende Meer, das opferschwer

Zu alten Sünden neu türmt.

 

Ich bin von Eurer Welt verbannt

Vom Stolz erzogen, vom Stolz belogen,

Ich bin der König ohne Land.

 

Ich bin die stumme Leidenschaft,

Im Haus ohne Herd, im Krieg ohne Schwert,

Und krank an meiner eignen Kraft.

Xenophanes

Nicht von Beginn an enthüllten die Götter

den Sterblichen alles;

Aber im Laufe der Zeit

finden sie suchend das Bess’re.

 

Sichere Wahrheit erkannte kein Mensch

und wird keiner erkennen

Über die Götter und alle die Dinge

von denen ich spreche.

Sollte einer auch einst

die vollkommenste Wahrheit verkünden,

Wissen könnt‘ er das nicht:

Es ist alles durchwebt von Vermutung.