Archiv für die ‘Lyrik, Prosa etc.’ Kategorie

Eine Ode an das Fernsehen

27 Dezember 2009

Oh größtes aller Massenmedien. Wir danken Dir, dass Du Gefühle erweckst, die wir vorher nicht gehabt haben und uns auch gar nicht bewußt war, dass wir diese brauchen. Wir danken dir dafür, dass du das Denken reduzierst und die Phantasie tötest. Wir danken dir für die Künstlichkeit leichter Problemlösungen und für die subtile Manipulation unserer Wünsche und Gedanken zum Zwecke des Konsums. Nimm dieses Schale lauwarmen Griesbreis: sie represäntiert unsere Gehirne. Demütig bringen wir dieses Opfer. Schenke uns all dein Flimmern schlechter Filme und Beiträge sowie aller überflüssigen daily soaps. Jetzt uns in alle Ewigkeit.

In Anlehung an Calvin und Hobbes “Einfach umwerfernd” 13. Album.

http://www.calvin-und-hobbes.com/ und http://de.wikipedia.org/wiki/Calvin_und_Hobbes

 

Kennt ihr noch nicht, auf jeden Fall kaufen, ist super.

Dirk Stader

Quellennachweis für die Bilder:

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Von Bäumen und Menschen – Invictus

7 Dezember 2009

Was haben die Bäume

den Menschen voraus?

 

Sie wachsen zum Himmel

und nicht in den Himmel.

 

Sie hören vorher auf,

weil sie begriffen haben,

daß man in einem begrenzten System

zwar wachsen kann,

aber nicht unbegrenzt

Einsam im Nebel – Invictus

7 Dezember 2009

Allein im Nebel zu wandern,

zu seh’n ist weder Start noch Ziel

Keiner kennt den andern,

das Leben ist mehr als ein Spiel

 

Wege suchen und finden,

mehr kann es eigentlich nicht sein.

Chancen mit Risiken verbinden

Kurz über lang ist jeder allein.

Ich bin ein Stern – Hermann Hesse

7 Dezember 2009

 Ich bin ein Stern

 

Ich bin ein Stern am Firmament,

Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet,

Und in der eignen Glut verbrennt.

 

Ich bin das Meer, das nächtens stürmt,

Das klagende Meer, das opferschwer

Zu alten Sünden neu türmt.

 

Ich bin von Eurer Welt verbannt

Vom Stolz erzogen, vom Stolz belogen,

Ich bin der König ohne Land.

 

Ich bin die stumme Leidenschaft,

Im Haus ohne Herd, im Krieg ohne Schwert,

Und krank an meiner eignen Kraft.

Xenophanes

7 Dezember 2009

Nicht von Beginn an enthüllten die Götter

den Sterblichen alles;

Aber im Laufe der Zeit

finden sie suchend das Bess’re.

 

Sichere Wahrheit erkannte kein Mensch

und wird keiner erkennen

Über die Götter und alle die Dinge

von denen ich spreche.

Sollte einer auch einst

die vollkommenste Wahrheit verkünden,

Wissen könnt’ er das nicht:

Es ist alles durchwebt von Vermutung.

Gründlichkeit – Erich Fried

4 November 2009

Gründlichkeit

Ein genaues

Verzeichnis anlegen

was alles

zu tun ist

und es sorgfältig prüfen,

so daß keine Zeit mehr bleibt

es zu tun.

Erich Fried

Mutlos – ein Gedicht oder eine Lebensweisheit, wie man es nimmt

4 November 2009

Mutlos

Du kommst

nirgendwo an,

wenn Du nicht los gehst

 

Dir öffnet sich keine Tür,

wenn Du nicht anklopfst,

- auch wenn Du tausendmal davon sprichst.

Invictus

Die Welt – Zitate Erich Fried

9 September 2009

Die Welt

Wer will das die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht das sie bleibt.

Erich Fried

Ich bin ein Stern – von Hermann Hesse

15 August 2009

Ich bin ein Stern

Hesse, Hermann

  

Ich bin ein Stern 

Ich bin ein Stern am Firmament,

Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet,

Und in der eignen Glut verbrennt.

 

Ich bin das Meer, das nächtens stürmt,

Das klagende Meer, das opferschwer

Zu alten Sünden neu türmt.

 

Ich bin von Eurer Welt verbannt

Vom Stolz erzogen, vom Stolz belogen,

Ich bin der König ohne Land.

 

Ich bin die stumme Leidenschaft,

Im Haus ohne Herd, im Krieg ohne Schwert,

Und krank an meiner eignen Kraft.