Integrationsmanagement – Realisierung von Synergien

Integrationsmanagement: Die Integration eines akquirierten Unternehmens im Rahmen des Integrationsmanagements ist ein stufenweiser Prozess, in dessen Verlauf die beiden Unternehmen nach und nach aufeinander abgestimmt werden. Diese Beitrag erhebt dabei nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit, sondern soll vielmehr die grundsätzlichen, strategischen und operativen Stoßrichtungen aufzeigen, die im Rahmen der anstehenden Managementaufgabe berücksichtigt werden sollten. Natürlich muss die Entscheidung über die zu wählende Integrationsrichtung bzw. deren -umfang jeweils auf die individuellen Bedürfnisse und Erfordernisse der zu integrierenden Zielunternehmen angepasst werden.

Grundsätzlich kann zwischen drei Möglichkeiten zur Realisierung von Synergien im Rahmen des Integrationsmanagement s unterschieden werden:

  • Poolung:
    Jene Unternehmensbereiche, in denen Synergien realisiert werden sollen, werden organisatorisch zusammengelegt (Zentralisierung)
  • Wechselseitige Spezialisierung:
    Die beiden Unternehmen konzentrieren sich auf die Durchführung jener Aktivitäten, bei denen sie einen spezifischen Vorteil (relative Stärke) aufweisen.
  • Koordination:
  • Beide Unternehmen führen ihre bisherigen Aktivitäten in vollem Umfang weiterhin getrennt aus. Synergien werden dadurch erreicht, dass Institutionen (Schnittstellen) für den Informationsaustausch und die laufende Abstimmung geschaffen werden, wodurch ein wechselseitiger Zugriff auf Know-how ermöglicht wird.

In der Unternehmenspraxis werden die einzelnen Stoßrichtungen selten alternativ aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in Kombination Anwendung finden. Daher sollten man die drei Möglichkeiten vollumfänglich bei den unterschiedlichen Wertschöpfungsbereichen in Erwägung ziehen. Hierbei gilt der Grundsatz, dass man sich nicht zu früh mit einer vermeintlich guten Lösung zufrieden geben sollte, sondern mit Bedacht sämtliche Aspekte der Stoßrichtungen hinterfragen sollte. Erst durch umfangreiche Analysen kann die Entscheidung, welche der Stoßrichtungen bzw. welche Ausprägung der jeweiligen Stossrichtung beim Integrationsmanagement gewählt werden soll, vernünftig vorbereitet werden.

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

 

Über Dirk Stader

geboren 1967, Geschäftsführer der Media Ventures GmbH, Beteiligungsgesellschaft des Medienunternehmers Dirk Ströer, interessanter Job, nette Abwechslung nach so öden Branchen wie Einzelhandel, Anlagenbau, Bauunternehmen und ähnliches. Mechanismen sind allerdings überall die gleichen
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