Archiv für Dezember 2009

Eine Ode an das Fernsehen

27 Dezember 2009

Oh größtes aller Massenmedien. Wir danken Dir, dass Du Gefühle erweckst, die wir vorher nicht gehabt haben und uns auch gar nicht bewußt war, dass wir diese brauchen. Wir danken dir dafür, dass du das Denken reduzierst und die Phantasie tötest. Wir danken dir für die Künstlichkeit leichter Problemlösungen und für die subtile Manipulation unserer Wünsche und Gedanken zum Zwecke des Konsums. Nimm dieses Schale lauwarmen Griesbreis: sie represäntiert unsere Gehirne. Demütig bringen wir dieses Opfer. Schenke uns all dein Flimmern schlechter Filme und Beiträge sowie aller überflüssigen daily soaps. Jetzt uns in alle Ewigkeit.

In Anlehung an Calvin und Hobbes “Einfach umwerfernd” 13. Album.

http://www.calvin-und-hobbes.com/ und http://de.wikipedia.org/wiki/Calvin_und_Hobbes

 

Kennt ihr noch nicht, auf jeden Fall kaufen, ist super.

Dirk Stader

Quellennachweis für die Bilder:

Das Bild rechts ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt.

Im Folgenden finden Sie das Bild unter: http://knol.google.com/k/calvin-and-hobbes#

Das Bild links ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt.

Im Folgenden finden Sie das Bild unter: http://www.flickr.com/photos/99706190@N00/1869299/

Die Onliner und ihre Kunden – häh was sind Kunden?

17 Dezember 2009

Wie jeder, der mich kennt weiss, ist die Online-Branche für mich relativ neu. Insgesamt ist es schon erstaunlich mitten drin zu sein und zu sehen wie sich alles bewegt, verändert und ausrichtetet. Dennoch glaube ich, dass es noch einer gewissen Wegstrecke bedarf, bis wir uns in der Online-Branche professionalisiert und als nachhaltig etabliert haben. Was mich am meisten erstaunt, ist allerdings, dass die meisten Onliner in den Dimensionen “Traffic”, “Conversion”, CPC, CPL, etc. denken, aber einen wichtigen Faktor, der für mein Empfinden immer im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens steht, mehr oder weniger vollkommen vernachlässigen, wenn nicht sogar ignorieren: den Kunden und sein Bedürfnis.

Diese Erkenntnis ist  mir auf einem der letzen Management-Meetings sehr deutlich geworden. Es ging um die kritischen Erfolgsfaktoren, die ein Unternehmen von den anderen unterscheidet. Ellen lange Listen wurden im Rahmen eines Brainstormings erarbeitet: Technik, SEO, SEA, Team, Stickyness, um nur einige zu nennen, alles war dabei. Nur eines fehlte und schien so gar nicht auf der Agenda eines Online-Unternehmens zu stehen: der Kunde und sein Bedürfnis:

Warum ist das so, warum vernachlässigen wir den Faktor, um den es hier geht?. Warum steht der, der die Musik bezahlt bei uns Onlinern nicht im Mittelpunkt unserer Betrachtung bzw. unserer Bemühungen?

Nur zur Erinnerung: ein komperativer Konkurrenzvorteil (KKV) ist das, was uns, in der subjektiven Wahrnehmungswelt des Kunden, besser erscheinen lässt, als unsere Wettbewerber. Der Kunde bezahlt unsere Gehälter bzw. Dividenden. Warum wird dieses Element bei Onlinern so sträflich vernachlässigt.

Klar unsere Devise mit viel Geld, das wir bei www.google.de ausgeben, so viele Internetuser wie möglich auf unsere Plattformen zu schaufeln und uns anschliessend beschweren wie teuer www.google.de ist, ist da sicherlich auch ein Weg, wenn auch nicht der effizienteste, und wenn ich länger darüber nachdenke, sogar noch nicht einmal der effektive.

Ich kann nur jedem Onliner genauso wie jedem Offliner den Tip geben “Kümmert euch um eure Kunden” und findet heraus was euer Kunde wirklich will und sucht.

Dies spart mit Sicherheit die ein oder andere Million, die wir sonst gerne im Marketing verbrennen.

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Von Bäumen und Menschen – Invictus

7 Dezember 2009

Was haben die Bäume

den Menschen voraus?

 

Sie wachsen zum Himmel

und nicht in den Himmel.

 

Sie hören vorher auf,

weil sie begriffen haben,

daß man in einem begrenzten System

zwar wachsen kann,

aber nicht unbegrenzt

Einsam im Nebel – Invictus

7 Dezember 2009

Allein im Nebel zu wandern,

zu seh’n ist weder Start noch Ziel

Keiner kennt den andern,

das Leben ist mehr als ein Spiel

 

Wege suchen und finden,

mehr kann es eigentlich nicht sein.

Chancen mit Risiken verbinden

Kurz über lang ist jeder allein.

Ich bin ein Stern – Hermann Hesse

7 Dezember 2009

 Ich bin ein Stern

 

Ich bin ein Stern am Firmament,

Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet,

Und in der eignen Glut verbrennt.

 

Ich bin das Meer, das nächtens stürmt,

Das klagende Meer, das opferschwer

Zu alten Sünden neu türmt.

 

Ich bin von Eurer Welt verbannt

Vom Stolz erzogen, vom Stolz belogen,

Ich bin der König ohne Land.

 

Ich bin die stumme Leidenschaft,

Im Haus ohne Herd, im Krieg ohne Schwert,

Und krank an meiner eignen Kraft.

Xenophanes

7 Dezember 2009

Nicht von Beginn an enthüllten die Götter

den Sterblichen alles;

Aber im Laufe der Zeit

finden sie suchend das Bess’re.

 

Sichere Wahrheit erkannte kein Mensch

und wird keiner erkennen

Über die Götter und alle die Dinge

von denen ich spreche.

Sollte einer auch einst

die vollkommenste Wahrheit verkünden,

Wissen könnt’ er das nicht:

Es ist alles durchwebt von Vermutung.

Gerechtigkeit

2 Dezember 2009

Hhmm, was sind die Grundprinzipien einer Strafe bzw. was ist das Ziel einer Strafverfolgung bei einem Verbrechen das bereits 50 Jahre her ist und einer Menge Menschen das Leben gekostet hat nach westllichem, demokratischem Standard. Soweit ich mich erinnern kann, basiert unser System auf drei Eckpfeilern:

  1. Re-Sozialisierung
  2. Abschreckung
  3. Vergeltung

Bei 1. Stellt sich die Frage, ob ein Täter, der sich bereits mehrere Jahre nach seiner Straftat als “guter” Bürger etabliert hat, in dem er sich im Rahmen seines sozialen Gefüges engagiert hat, sich um seine Mitmenschen gekümmert hat, sich integriert und als Mitgliegd einer sozialen Gemeinschaft bewährt hat, überhaupt noch re-sozialisiert werden muss. Möglicher Weise hat der Aspekt der Re-Sozialisierung bereits stattgefunden bzw. ist bereits abgeschlossen, hmm?!

Bei 2. Die Strafe soll also so hoch sein, dass jemand abgeschreckt wird, ein weiteres Verbrechen zu begehen, dass tausenden von Menschen das Leben vor mehr als 50 Jahren gekostet hat. Hmm, das wird nicht einfach.

Bei 3. Welches Strafmaß ist überhautpt geeignet das Leben von tausenden von Menschen zu vergelten, mehrfach lebenslänglich, bei jemandem, der fast 90 Jahre alt ist, hmm?! Und ist eigentlich nicht jedes Strafmaß in irgendeiner Form ungeeignet, um Vergeltung zu üben. Noch weiter, ist nicht jedes Strafmaß am Ende doch nur ein Hohn im Vergleich zur unmenschlichen Tat, z.B. pro Leben ein halbes Jahr Strafe?!

Ich glaube, das wird extrem schwierig und unser Rechtssystem ist für die Herstellung von Gerechtigkeit, bei einer solchen ungeheurlichen Tat, nur schwerlich geeignet, um hier in geeigneter Weise jetzt noch eine Antwort zu finden.

hmm?!

Dirk Stader

PS. Gibt es eigentlich einen universellen Wert bei dem Thema Gerechtigkeit?