Archiv für September 2009

Internationalisierungsstrategien

1 September 2009

I. internationales Marketing [ethnozentrische Orientierung]

 

Marketingaktivitäten sind schwerpunktmäßig auf den Heimatmarkt konzentriert. Ziel des internationalen Marketings ist die Sicherung des inländischen Unternehmensbestandes durch Wahrnehmung lukrativer Auslandsgeschäfte. Typisch für diese Stufe ist die begrenzte Fähigkeit der Unternehmungen, sich auf länderspezifische Besonderheiten einzustellen. Als Hauptkonkurrent gilt der stärkste inländische Mitbewerber. Überwiegend Exportgeschäft über die internationale Division (sog. Exportabteilung) einer primär inlandsorientierten Organisation.

 

II. Multinationales Marketing [polyzentrische Orientierung]

 

Ziel ist die Sicherung des internationalen Unternehmenserfolges auf einer Vielzahl nationaler Märkte. Tochtergesellschaften erhalten einen so großen Entscheidungsspielraum, daß sie ihre nationale Strategie primär an den Besonderheiten bzw. Erfordernissen des jeweiligen Auslandsmarktes orientieren und als quasi autonomes nationales Unternehmen auftreten. Als Hauptkonkurrent gilt der stärkste lokale Mitbewerber. Überwiegend internationale Produktionsstätten und Tochtergesellschaften. Untrennbar mit dem multinationalen Marketing verbunden ist eine weitgehende länderorientierte Dezentralisierung der Entscheidungskompetenzen.

 

III. Globales Marketing [geozentrische Orientierung]

 

Der Übergang vom multinationale zum globalen Marketing beruht auf einer Neuorientierung des Wettbewerbs. Ziel des globalen Marketings ist die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit durch Integration aller Unternehmensaktivitäten in ein zusammenhängendes Gesamtsystem. Marktanteilsziele werden am Weltmarkt grundsätzlich ohne besondere Berücksichtigung nationaler Bedürfnisse und Wünsche formuliert. Dies erfordert eine konsequente Ausnutzung von Kostenvorteilen durch standardisierte Massenproduktion mit der Folge, daß die einzelnen Tochtergesellschaften nicht mehr unabhängig auf nationaler Ebene operieren, sondern weltweit zur Arbeitsteilung und Spezialisierung verpflichtet sind. Unter bewußter Inkaufnahme national suboptimaler Strategien wird eine weltweit-optimale Strategie zu realisieren versucht.

 

Die Verfechter der Globalisierung stützen sich – meist in Anlehnung an Levitt– auf eine Argumantationskette, die als selbstverstärkender Globalisierungsprozeß verstanden werden kann.

Share

Das Interaktionsmodell der IMP Group

1 September 2009

Das theoretische Rahmenwerk des IMP-Interaktionsmodells besteht aus vier verschiedenen Gruppen von Variablen, die die Interaktion zwischen kaufen­den und verkaufenden Unternehmen beschreiben (Abb. 5) und die auf den Produktentwicklungsprozeß übertragen werden können. “Organisationen werden als soziale Systeme durch ihre Elemente, die Beziehungen zwischen den Elementen und durch die Beziehungen zur Umwelt charakterisiert.”[1]

Abb. 5:       Das Interaktionsmodell der IMP-Group

 Interaktionsmodell 

Quelle:         Backhaus     [1992]

 3.3.1.1        Der Interaktionsprozeß

Der Produktentwicklungsprozeß als interaktives Modell ist ge­kennzeichnet durch kurzfristige Episoden. Zwischen Verwender/Kunde und Produzent kommt es zum Austausch von Produkten, Informationen, finan­ziellen Mitteln und sozialen Beziehungen. Beispielsweise liefert der spätere Verwender des Produktes ein spezielles Bauteil oder das Know-how für eine Produktfunkti­on, oder er unterstützt den Produzenten mit Spezialisten, um ein Produktde­sign zu realisieren, das seinen Anforderungen entspricht. Eine mögliche Ko­operation im Produktentwicklungsbereich könnte auch die ge­meinsame Finanzierung von Produktentwicklungen sein, so daß die Kosten nicht allein vom Produzenten getragen werden müssen.

Langfristig bauen sich Beziehungen auf, die durch gewisse Erwartungshal­tungen und Verantwortlichkeiten gegenüber dem Partner gekennzeichnet sind. Es kommt zu Anpassungen zwischen den beiden Par­teien, die das gegensei­tige Vertrauen stärken, die Beziehung insgesamt festigen und die Basis für weitere Kooperationen bilden.

3.3.1.2        Die Interaktionsparteien

Der Prozeß der Interaktion und die Beziehungen zwischen Organisationen sind nicht nur abhängig von den einzelnen Elementen des Interaktionspro­zesses, sondern auch von den jeweiligen Charakteristika der Interaktions­par­teien. Das Ausmaß der vorhandenen Technologie in den beiden Part­nerunternehmen ist entscheidend für das Innovationsverhalten, den Infor­mationsbedarf und die Interaktionsbereitschaft. Unternehmen, de­ren Tech­nologie ähnlich ist, werden andere Interaktionsformen finden als Unterneh­men mit sehr unterschiedlicher Technologie. Die Größe eines Un­terneh­mens, seine Struktur und Strategie prägen das Beziehungsgeflecht im In­teraktionsmodell. Der Prozeß der Produktentwicklung wird zusätzlich be­einflußt durch die Erfahrungen, die beide Unternehmen mit Interaktionen haben. So wird beispielsweise ein Unternehmen mit positiven Erfahrungen aus früheren Interaktionen eher bereit sein, mit diesem oder anderen Part­nern Produkte gemeinsam zu entwickeln und so das unternehmerische Risi­ko zu reduzieren.

3.3.1.3        Das Interaktionsumfeld

Die Beziehungen zwischen Käufer und Verkäufer auf Märkten können nicht isoliert betrachtet werden, sondern müssen in die Marktstruktur, die spezifi­sche Dynamik der Marktsituation, die voranschreitende Internationalisierung und das soziale System eingeordnet werden.[2]

In einer sehr homogenen Marktstruktur werden Unternehmen aus Gründen des Wettbewerbs mit an­deren Partnern gemeinsame Produktentwicklun­gen anstreben, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern und die Bedürfnisse des Verwen­ders/Kunden besser zu befriedigen, als alle anderen in Betracht gezogenen Wettbewerber (Komperative Konkurrenzvorteile). Die Verflech­tungen im so­genannten “manufacturing channel” werden Einfluß nehmen auf die Pro­duktentwicklung, da die Anforderungen an das Produkt jeweils an den nächsten Produzenten weitergegeben werden und somit ein Produkt nach­gefragt wird, dessen Design allen Anforderungen entspricht.

Produziert beispielsweise Produzent A elektronische Bauteile für Produ­zent B, der seinerseits Aggregate für Produzent C – den Elektromaschi­nenhersteller – entwickelt, so werden die Funktionsanforderungen des entsprechenden Bauteils von C über B bis schließlich nach A weiterge­geben, der diese bei seiner Produktentwicklung berücksichtigen muß.

3.3.1.4        Die Atmosphäre

Aus den einzelnen Episoden entwickelt sich zwischen anbietender und nachfragender Organisation die sogenannte Atmosphäre, die durch das Kräfteverhältnis der beiden Parteien, ihren Kooperationsstatus, ihren gegen­seitigen Erwartungen und die Intensität ihrer Beziehungen beschrieben wird.[3]

In ihrer ökonomischen Dimension reduziert die Atmosphäre beispielsweise die Transaktionskosten, da eine nähere Verbindung zum Partnerunterneh­men die Distribution, gegenseitige Verhandlungen und administrative Maß­nahmen effektiver gestaltet. Beide Parteien können den Produktentwick­lungsprozeß des Partners besser kontrollieren. Zusätzlich ist eine gerechtere Verteilung der Produktentwicklungskosten möglich und die einzelnen Partei­en können von der Kompetenz, den Möglichkeiten und den Ressourcen des anderen profitieren.[4]

Das Verhältnis zwischen den Interaktionsparteien kann kooperativ, aber auch konfliktionär sein. Konfliktpotential zwischen den Partnern bewirkt Inno­vation und Entwicklung, wenn es konstruktiv genutzt wird.[5] Die Atmosphäre, die nicht direkt gemessen werden kann, stellt den Zusammenhang zwi­schen den anderen Elementen her.[6]


[1]          Vgl.:     Backhaus                         [1992]     S. 120

[2]          Vgl.:     IMP-Group                       [1982]     S. 16-17

[3]          Vgl.:     IMP-Group                       [1982]     S. 17-19

[4]          Vgl.:     IMP-Group                       [1982]     S. 19-20

[5]          Vgl.:     Gadde/Håkansson              [1993]     S. 74

[6]          Vgl.:     Parkinson/Baker                [1986]     S. 285

Share

Exportfinanzierung

1 September 2009

Exportfinanzierung:

 

Ziel: Förderung von Exportleistungen inl. Anbieter, wobei die eigentliche Finanzierungsleistung sowohl den Importeur als auch den Exporteur betreffen kann. Die Finanzierungsleistung kann d. Aufbringung als auch die (Zu-)Sicherung finanzieller Mittel betreffen. – die Exportfinanzierung als absatzpolitische Maßnahme im Rahmen des Marketings kann somit einerseits der Absicherung des Anbieters dienen (im Sinne einer (Re-) Finanzierung) und dementsprechend sein unternehmerisches Risiko reduzieren. Andererseits stellt sie ein akquisitorisches Mittel (KKV-Realisierung) dar, in dem dem Kunden des inl. Exporteurs = Importeur günstige Zahlungsmodalitäten eingeräumt werden. Man spricht von Exportfinanzierung, wenn Dritte (Staat/Private) dem Anb. finanzielle Mittel zur Absicherung eines Exportes zur Verfügung stellen, Dritte (Staat/Private) dem Kunde des Anbieter (meist auf Vermittlung des Anb.) finanzielle Mittel zur Bezahlung eines Importes zur Verfügung stellen. ® Kredit zur Überbrückung zw. Import und Weiterveräußerung der eingeführten Ware; der Exporteur dem Importeur günstige Zahlungsmodalitäten einräumt (z. B. Zahlungsziel). Man unterscheidet kurzfr., mittelfr., langfr. Exportfinanzierungsformen goldene Regel der Praxis: Exportfinanzierungslaufzeit darf die Nutzungsdauer des Produktes nicht überschreiten. daraus folgt Korrelation zw. kurzfr. und Konsumgüter; langfr. und Investitionsgüter;

 

kurzfr. Exportfinanzierung hoher Standardisierungsgrad, d.h. Instrumenteneinsatz ist nur in geringem Maße variabel und bietet nur geringe Differenzierungsmöglichkeiten, somit nur geringes KKV-Potential.

 

Instrumente: privater Seite: – Einräumung Zahlungsziele KI: – Bevorschußung durch Ankauf von Exportdokumenten,Negoziierungskredite, Wechselkredite,Vorauszahlungen,Factoring: – Ankauf kurzfr. Forderungen aus Ausfuhrgeschäften, geeignet für Exporteure mit gleichbleibendem Kundenkreis in best. Ländern, die ausländ. Abnehmern Zahlungsziele bis 120 Tage ein  räumen geeignet für Klein- und Einzelexporte finanziert werden 80 – 90% der Rechnungsbeträge Im Rahmen des Factorings sind sogar komparative konkurrenznachteile möglich, sofern der Factor „aggressiv“ die Schulden eintreibt. mittel- und langfr. Exportfinanzierung Forfaitierung: KI; oder Spezialinstitute Ankauf von (Einzel-) Exportforderungen unter Verzicht des Rückgriffs auf den Forderungskäufer bei Nichtzahlung durch den Schuldner. (® Kaufvertrag) Alle Rechte aus der Forderung, aber auch alle Risiken, gehen auf den Käufer der Forfaitierung über. Der Forfaiterer trägt wirtschaftl. und politisches Risiko. Exporteur haftet lediglich für den rechtl. Bestand der Forderung und bei Gewährleistungsansprüchen. Dementsprechend werden auch nur abstrakte d.h. losgelöste (vom Grundgeschäft) Forderungen farfaitiert.Finanzierungskosten sind für den Exporteur höher als vgl-bare Finanzierungen. (zahlt für Liquidität + Risikoübernahme) Exportleasing Mietvertrag auf Basis von Ratenzahlungen meist über 1 Investitionsgut direktes Leasing (Anbieter = Leasingnehmer) indirektes Leasing (Exporteur gibt seine Güter an Leasinggesellschaft) sale + lease back Operate – vs. Finance-Leasing Leasinggeber trägt Inv.-Risiko; Leasingnehmer kann jederzeit kündigen Finanzierungsmaßnahmen der AKA-Ausfuhrkreditgesellschaft mbH und der Kreditanstalt für Wiederaufbau

AKA-Kredite: 1951, Konsortium deutsches Banken, um die Hausbanken d. Exporteure von langfr. Kreditgewährungen zu entlasten.

 

Plafond A:       – an deutsche Exporteur zur Refinanzierung Exportaufwendungen u/o Einräumung von Zahlungs        zielen aus Mitteln des Bankenkonsortiums

 

Plafond B:       – wie A,Finanzierung Exporte in Entwicklungsländer,aus Mittel Hausbank des Exp. mit Rediskontmöglichkeit bei BuBa

 

Plafond C.       – Kredite an ausl. Besteller oder deren KI zur Ablösung der Exportforderung eines dt. Exporteurs,aus Mitteln des Bankenkonsortiums,Kombination des Plafonds möglich

 

Bei Krediten mit einer Laufzeit länger als 24 Monate müssen die mit dem Geschäft verbundenen polit. + wirtschftl. Risiken grds. durch eine Bürgschaft oder Garantie des Bundes (Hermes) abgesichert werden.

Exkurs:Hermes: Für die Forderung dt. Exporteure gegen ausl. Besteller übernimmt die BRD über ein von ihr beauftragtes Konsortium (Hermes Kreditversicherungs-AG + Treuarbeit AG) Ausfuhrgarantiern + Ausfuhrbürgschaften.,Garantie bei: ausl. Bestellern = Privatwirtschaftl. U.,Bürgschaft bei: ausl. Bestellern = Staat, Behörde, Körperschaft,polit. + wirtschaftl. Risiken werden versichert, wobei bspw. Bürgerkriege nicht abgesichert werden, sondern nur direkte staatl. Eingriffe.,Bund trägt jedoch nicht den gesamten Ausfall, sondern Exporteure trägt Selbstbeteiligung (i. d. R. ca. 10-15%),Für die Garantie/Bürgschaft entrichtet Exporteur ein Entgelt (bspw. bei Garantien 1,5% im 1. Halbjahr + 1‰ für jeden weiteren Monat)

Garantiegeschäfte des KI,Anzahlungsgarantien,Leistungs-/Lieferungsgarantien (Qualitäts-, Gewährleistungs-, Bietungsgarantien)

 

Projektfinanzierung: Investitionsgütermarketing, int. Marketing,hohes akquisitorisches Potential,Die Projektfinanzierung kann definiert werden als die Finanzierung eines sich selbst tragenden Wirtschafteinheit, bei der sich der/die Kreditgeber vornehmlich auf den CF und die Aktiva des Projektes als Sicherheit für die Rückzahlung des FK verlassen.,Statische Kreditwürdigkeit (Status Quo) wird durch eine dynamische Prognosebetrachtung ersetzt. Hierbei ist nicht die Bonität des Kde, sondern die Beleihungsfähigkeit der Anlage/Projekt relevant. Charakteristika + Beteiligte Kriterium für die Kreditvergabeentscheidung ist die Fähigkeit des Projekts, einen für die Deckung der Betriebskosten + ausgemessenen EK-Verzinsung + Schuldendienst ausreichenden CF (= Einnahmenüberschuß) zu erzielen. CF = Differenz zw. prognostizierten Umsatzerlösen – erforderliche Auszahlungen. (d. h. ohne Schulden dienst) Grundlage ist CDCR=CF/(Tilgung+Zins) = Cash Flow Dept Caverage Ratio Wichtiger Bestandteil der Beurteilung der Schuldendienstdeckungsfähigkeit sind Sensitivitätsanalysen + Simulationen bzgl. C¹-Entwicklung. Es gehört zum Prinzip der Projektfinanzierung bzw. dessen Finanzierung aus dem Haftungsbereich der Projektträger auszulagern. Dies erfolgt durch die Gründung einer Projektgesellschaft, die eigenständig Kapital aufnimmt. Nicht Projektträger sondern Projektgesellschaft ist somit Schuldner der Projektkredite. Die finanzielle Flexibilität der Projektträger bleibt erhalten. Kernelement der Projektfinanzierung liegt somit darinviele Projektbeteiligte zu gewinnen, die bereit sind Teilrisiken zu übernehmen, so daß das Gesamtfinanzierungsrisiko auf möglichst viel verteilt wird (Risk Sharing) um so eine verbesserte Basis für die Aufbringung von Krediten zu erhalten. Projektfinanzierungsbeteiligte sind: Projektträger = Initiator, Entscheidung über Projektdurchführung Contractor + Lieferant Kreditgeber Abnehmer Projektleistungen Regierung/staatl. Institutionen Projektförderer Die Tatsache, daß ein Projekt sich aus seinen Rückflüssen finanziert, zeigt einerseits das akquisitorische Potential und andererseits sie Notwendigkeit einer detaillierten Risikoanalyse + -kalkulation. Im Rahmen des Factoring sich sogar komporative Konkurrenznachteile möglich, insofern der Faktor “aggressiv” die Schulden eintreibt.

Share

Database Marketing – Diplomarbeit

1 September 2009

Zusammenfassung:

http://stader.de/2009/09/19/database-marketing-diplomarbeit/

Die heutigen nationalen und internationalen Markt- und Wettbewerbsbedingungen sind geprägt durch zunehmende Individualisierung und Differenzierung der Nachfrage. In fragmentierten Märkten kann die originäre Kundenorientierung des Marketing, die gezielte (Neu-)-Kundengewinnung und der Aufbau dauerhafter Geschäfts- bzw. Kundenbeziehungen mit traditionellen Mitteln nicht mehr gewährleistet werden. Neben Produktinnovationen können strategische Wettbewerbsvorteile durch Systeminnovationen geschaffen werden, um die nach K. Backhaus entscheidenden „komparativen Konkurrenzvorteile“ zu erreichen bzw. zu sichern.

Die elektronische Kundenkartei in Form einer Database erlaubt mit ihren vielseitigen personen- und verhaltensbezogenen Informationen die kundenindividuelle Ausrichtung des Marketing-Mix einer Unternehmung. Die Computerunterstützung als Kernelement des Database-Marketing erleichtert es, die zielbezogenen Kundenmerkmale effizient zu verknüpfen und damit relevante Zielgruppen durch individuelle Bewertungen zu identifizieren und zu selektieren. Durch die zusätzliche Erfassung von Erfolgen bzw. Mißerfolgen im Rahmen der sog. Reaktionsdaten entsteht ein unternehmensspezifischer Informations­pool, der im Zeitablauf zu einem zentralen strategischen Erfolgsfaktor avanciert.

Database-Marketing-Konzeptionen sind keine rein theoretischen Konstrukte, vielmehr ist Database-Marketing heute bereits fester Bestandteil des Marketing-Instrumentariums vieler Unternehmen:

-   Automobilunternehmen entwickeln sog. Kundenkontaktprogramme, um ihre Kunden über den Zeitraum bis hin zum Folgekauf zu betreuen, zu regelmäßigen Werkstattbesuchen anzuhalten und den Folgekauf letztlich vorzukonditionieren.

-   Verlage akquirieren Abonnenten durch Direkt-Response-Marketing und sind im Rahmen ihrer Abonnentenbetreuung bestrebt, langfristige Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Nebenher nutzen sie ihre Database, um ihren Abonnenten lukrative Produktangebote zu unterbreiten.

-   Reiseveranstalter und Reisebüros zielen darauf ab, eine Kontaktbrücke zu ihren Kunden aufzubauen, wodurch sog. Kontaktlücken (d.h. der Zeitraum zwischen den einzelnen Reisen) überbrückt werden sollen.

-   Fluggesellschaften betreuen ihre „Vielflieger“ auf der Grundlage einer Database durch regelmäßige Kontaktierungen mittels Informationsprogrammen, Prospekten, Kundenzeitschriften bis hin zu kleinen Präsenten. Insbesondere durch die Vergabe von Kundenkarten sollen Konkurrenzaktivitäten kompensiert bzw. abgeschirmt werden.

-   Banken offerieren ihren Kunden gezielt Kredit- und Sparangebote sowie Wertpapieranlagen.

-   Kaufhäuser steigen in das Versandgeschäft ein und vergeben Kreditkarten. Mit der so erkannten Kreditwürdigkeit wollen sie besonders gute Kunden an sich binden (Kundenbindungsprogramme).

-   EDV-Hersteller konzentrieren ihren Außendienst auf Großkunden (Key Accounts). Kleinkunden werden mit Hilfe von Responsemechanismen (Microsoft-Card bzw. -Club) vorselektiert und erst bei signalisiertem Produktinteresse persönlich aufgesucht bzw. kontaktiert.

-   Selbst Hersteller von Convenience-Artikeln (Kaffee, Zigaretten, Windeln usw.) investieren stark, um ihre Kunden namentlich kennenzulernen und durch einen besonderen Service an sich zu binden (z.B. Camel-Club).

Diese Beispiele zeigen, daß Database-Marketing schon heute einen hohen Stellenwert in der unternehmerischen Praxis besitzt. Im Rahmen eines Ausblicks oder einer Perspektive können folgende Thesen als Diskussionsgrundlage herangezogen werden:

-   Der Stellenwert des Database-Marketing wird in Zukunft deutlich ansteigen – i.d.R. zu Lasten anderer Methoden.

-   Da Kaufentscheider dazu neigen, Lieferanten zu bevorzugen, die eine optimale Betreuungsleistung erbringen, wird die Betreuungsqualität zukünftig einen wichtigen Wettbewerbsfaktor darstellen.

-   Kommunikationsmethoden auf Basis einer Database werden in den verschiedenen Branchen noch beachtlich weiter entwickelt werden.

-   Die Technologien des Database-Marketing werden sich schrittweise verbessern, wodurch die jeweilige Wirkung immer effizienter wird.

-   Die Zahl und die Qualifikation der externen Dienstleister, die für Database-Marketing zur Verfügung stehen, wird weiter steigen (z.B. Ogilvy & Mather Dataconsult G.m.b.H., München)

-   Es können sich neue Berufsbilder aus dem Database-Marketing entwickeln: z.B. Datenanalytiker /-in, Zielgruppenmanager /-in oder Datenverarbeitungsspezialist /-in in Marketingfragen usw.

-   Die Wirkung der datenbankgesteuerten Marketingmaßnahmen könnte in Zukunft allerdings schnell rückläufig werden, da schon heute viele Entscheider aller Branchen sehr viel häufiger und regelmäßiger von ihren Lieferanten kontaktiert werden; insbesondere durch Post, Telefon und Fax. Dies wird zwangsläufig eine gewissen Abnutzung und Überfrachtung mit sich bringen und auch die Akzeptanz der Marketingmaßnahmen reduzieren. Wie sich dies auswirken wird, ob es ggf. auch zu Ablehnungserscheinungen (Reaktanzwirkungen) kommen wird und welche Konsequenzen dies haben wird, läßt sich heute noch nicht abschätzen.

Mit der unverändert zunehmenden „Informatisierung“ wird auch der Stellenwert des Database-Marketing steigen. Die konzeptionelle und technologische Beherrschung von datenbankgestützten Interaktionsformen wird sowohl im Investitions- als auch im Konsumgüterbereich einen wesentlichen Beitrag für zukünftige Markterfolge leisten.

Literaturverzeichnis:

Literaturverzeichnis

 

 

Anders, H. J. [1988]

Anders, H. J.: Zwischen Standardisierung und Individualisierung.

In: Dokumentation der Fachveranstaltung der Axel Springer Verlag AG, 1988, S. 3-28.

 

Ansoff, H. J. [1966]

Ansoff, H. J.: Management-Strategie. München [Vahlen], 1966.

 

Arinze, B. [1990]

Arinze, B.: Market Planning with Computer Models – A Case Study in the Software Industry. In: Industrial Marketing Management, 19 Jg., Heft 2, 1990, S. 117-129.

 

Augustin, S. [1990]

Augustin, S.: Information als Wettbewerbsfaktor, Informationslogistik – Herausforderung an das Management. Zürich [Industrielle Organisation], 1990.

 

Backhaus, K. [1992 a]

Backhaus, K.: Investitionsgütermarketing. 3. Auflage, München [Vahlen], 1992.

 

Backhaus, K. [1992 b]

Backhaus, K.: Investitionsgüter-Marketing – Theorieloses Konzept mit Allgemeinheitsanspruch?. In: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche For­schung, 44 Jg., Heft 1, 1992, S. 771-787.

 

Backhaus, K.; Erichson, B.; Plinke, W.; Weiber, R. [1990]

Backhaus, K.; Erichson, B.; Plinke, W.; Weiber, R.: Multivariate Analyse­methoden – Eine anwendungsorientierte Einführung. 6. Auflage, Berlin [Springer], 1990.

 

Backhaus, K.; Späth, G.M.; Mödder, S. [1993]

Backhaus, K.; Späth, G.M.; Mödder, S.: Computer-Aided Marketing bei Investitionsgütern – Mit IuK-Systemen zu mehr Kundenorientierung –.

In: Marktforschung & Management, Heft 3, 1993, S. 109-116.

 

Bauermeister, F.; Wilde, K.; Schüring, H. [1987]

Bauermeister, F.; Wilde, K.; Schüring, H.: Database-Marketing – Die Macht der Kundendaten –. In: Absatzwirtschaft, Heft 12, 1987, S. 59-66.

 

Becker, J. [1992]

Becker, J.: Marketing-Konzeption. 4. Auflage, München [Oldenbourg], 1992.

Bergen, H. von [1988]

Bergen, H. von: New Marketing – die Zukunft inszenieren. Freiburg [Haufe], 1988.

 

Bereckoven, L.; Eckert, W.; Ellenrieder, P. [1991]

Bereckoven, L.; Eckert, W.; Ellenrieder, P.: Marktforschung. Wiesbaden [Gabler], 1991.

 

Berens, W. [1992]

Berens, W.: Beurteilung von Heuristiken: Neuorientierung und Ver­tiefung am Beispiel logistischer Probleme. Wiesbaden [Gabler], 1992.

 

Berens, W.; Delfmann, W. [1994]

Berens, W.; Delfmann, W.: Quantitative Planung. Stuttgart [Poeschel], 1994.

 

Blohm, H.; Lüder, K. [1991]

Blohm, H.; Lüder, K.: Investition. 7. Auflage, München [Vahlen], 1991.

 

Braun, H. [1984]

Braun, H.: Risikomanagement. Eine spezifische Controllingaufgabe. Darmstadt, 1984.

 

Breitung, A. [1975]

Breitung, A.: Beiträge zur Datenverarbeitung und Unternehmensforschung. In: Angermann, A. (Hrsg.): Beiträge zur Daten­verarbeitung und Unternehmensforschung. Meisenheim am Glan [Hain], 1975.

 

Breyer, R. [1992]

Breyer, R.: Die Informationsversorgung marktorientierter Topmanager. Bern [Haupt], 1992.

 

Bruhn, M. [1993]

Bruhn, M.: Marketing-Kommunikation: So sichern Sie Ihren Marketingerfolg. In: Gablers Magazin, Heft 1, 1993, S. 12-16.

 

Busse von Colbe, W.; Laßmann, G. [1991]

Busse von Colbe, W.; Laßmann, G.: Betriebswirtschaftstheorie 1 – Grundlagen, Produktions- und Kostentheorie. 5. Auflage, Heidelberg [Springer], 1991.

 

Chmielewicz, K. [1979]

Chmielewicz, K.: Forschungskonzeptionen der Wirtschaftswissenschaft. 2. Auflage, Stuttgart [Poeschel], 1979.

 

Dallmer, H. [1987 a]

Dallmer, H.: Methoden der Datengewinnung im Database-Management. In: Thexis, 4. Jg., 1987, Heft 2, S. 26-29.

 

Dallmer, H. [1987 b]

Dallmer, H.: Kundenstamm-Marketing. In: Thexis, 4. Jg., Heft 2, 1987, S. 104-113.

 

Dregger, H.-J. [1991]

Dregger, H.-J.: Database-Marketing – Teamwork oder Einzelkampf?

In: Verkauf & Marketing, Heft 10, 1991, S. 86-89.

 

Drescher, U. H. [1987]

Drescher, U. H.: Mit Database Marketing den Veränderungen auf dem Markt kostensparend begegnen. In: Direkt-Marketing, Heft 1, 1987,

S. 12-19.

 

Ebers, M. [1991]

Ebers, M.: Die Einführung innovativer Informationssysteme – Gestal­tungsparameter und Gestaltungsoptionen –. In: Zeitschrift Führung + Organisation, Heft 2, 1991, S. 99-106.

 

Flury, B.; Riedwyl, H. [1983]

Flury, B.; Riedwyl, H.: Angewandte multivariate Statistik, Computer­gestützte Analyse mehrdimensionaler Daten. Stuttgart [Fischer], 1983.

 

Gaul, W.; Both, M. [1990]

Gaul, W.; Both, M.: Computergestütztes Marketing. Heidelberg [Springer], 1990.

 

Gerken, G. [1990]

Gerken, G.: Abschied vom Marketing, Interfusion statt Marketing. Düsseldorf [Econ], 1990.

 

Goretsky, M. E. [1983]

Goretsky, M. E.: Frameworks of Strategic Marketing Information Needs. In: Industrial Marketing Management, 12. Jg., Heft  1, 1983, S. 7-11.

 

Graf, J.; Klein, M. [1987]

Graf, J.; Klein, M.: Analyse-Verfahren im Database Marketing – Kunden­daten werden zu Werbestrategien –. In: W & V (Spezial), Heft 42, 1987, S. 48-49.

 

Grochla, E.; Meller, F. [1977]

Grochla, E.; Meller, F.: Datenverarbeitung in der Unternehmung, Band 2: Gestaltung und Anwendung. Hamburg [Rowohlt], 1977.

 

Grohmann, H.; Müller, H. D.; Bachmann, R. [1993]

Grohmann, H.; Müller, H. D.; Bachmann, R.: Strategische Informations­planung als Instrument zur Analyse des Wettbewerbsverhaltens.

In: Controlling, Heft 5, 1993, S. 250-254.

 

Habermehl, J. H. [1985]

Habermehl, J. H.: Sammeln & pflegen Sie Kundendaten per DV!

In: Erfolg-Magazin, Heft 9, 1985, S. 49-54.

 

Haffenrichter, M.J.; Raab, P.; Stapelfeld, W. [1986]

Haffenrichter, M.J.; Raab, P.; Stapelfeld, W.: Mikrocomputer – Nutzen Sie Ihren Mikro für Computer Aided Selling (CAS). In: Marketing Journal, Heft 1, 1986, S. 50-52.

 

Harzmann, U. [1991]

Harzmann, U.: Steuerungsinstrument Database-Marketing. In: Response, Heft 7, 1991, S. 27-33.

 

Heinen, E. [1966]

Heinen, E.: Das Zielsystem der Unternehmung. Wiesbaden [Gabler], 1966.

 

Heinzelbecker, K. [1985]

Heinzelbecker, K.: Marketing-Informationssysteme. In: Köhler, R. (Hrsg.); Meffert, H. (Hrsg.): Marketing-Informationssysteme, Stuttgart [Kohlhammer], 1985.

 

Heinzelbecker, K. [1988]

Heinzelbecker, K.: Informationssysteme als Grundlage des Database-Marketing. In: Dokumentation GDW “Praxiskongreß” der Gesellschaft für Direktmarketingwissen (Hamburg), 1988.

 

Hempel, J.; Kehler, A. [1974]

Hempel, J.; Kehler, A.: Probleme der Kosten/Nutzen-Analyse für Informationssysteme in öffentlichen Verwaltungen. Hannover [Dokumentation Saur KG], 1974.

 

Hermanns, A. [1988]

Hermanns, A.: CAS-Systeme für das Database-Marketing – Der Einsatz mobiler Computer im Außendienst. In: Jahrbuch der Absatz- und Ver­brauchsforschung, 34. Jg., Heft 3, 1988, S. 263-283.

 

Hermanns, A.; Flegel, V. [1993]

Hermanns, A.; Flegel, V.: Wettbewerbsvorteile durch Datenbanksysteme – Database Marketing in Investitionsgüterunternehmen –. In: Marktfor­schung & Management Heft 3, 1993, S. 99-108.

Hermanns, A.; Flegel, V. [1992]

Hermanns, A.; Flegel, V.: Rationalisierungspotentiale durch Electronic Marketing. In: Thexis, Heft 5, 1992, S. 23-31.

 

Hermanns, A.; Flegel, V. [1991]

Hermanns, A.; Flegel, V.: Handbuch des Electronic Marketing. München, [Vahlen], 1991.

 

Hermanns, A.; Prieß, S. [1987]

Hermanns, A.; Prieß, S.: Computer Aided Selling (CAS) – Computer­einsatz im Außendienst von Unternehmen. München [Oldenbourg], 1987.

 

Hoffmann, F. [1984]

Hoffmann, F.: Computergestützte Informationssysteme – Einführung für Betriebswirte –. München [Oldenbourg], 1984.

 

Horvath, P. [1991]

Horvath, P.: Controlling. 4. Auflage, München [Vahlen], 1991

 

Huldi, C. [1993]

Huldi, C.: Quality-Management mit Database-Marketing. In: Verkauf & Marketing, Heft 4, 1993, S. 26-29.

 

Huldi, C. [1992]

Huldi, C.: Database-Marketing : Inhalt und Funktion eines Database-Marketing-Systems, Aspekte des erfolgreichen Einsatzes sowie orga­nisatorischer Gesichtspunkte. St. Gallen [Thexis], 1992.

 

Institut der Deutschen Wirtschaft Köln [1993]

Institut der Deutschen Wirtschaft Köln: Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland. Ausgabe 1993, Köln [Instituts-Verlag], 1993.

 

Kamer, M. W. A. [1987]

Kamer, M. W. A.: Kundenstamm-Marketing. In: Thexis, 4. Jg., Heft 2, 1987, S. 15-18.

 

Kargl, H. [1993]

Kargl, H.: Controlling im DV-Bereich. München [Oldenbourg], 1993.

 

Kiener, S. [1993]

Kiener, S.: Databased Marketing – Ein zentraler Erfolgsfaktor.

In: Marktforschung & Management Heft 3, 1993.

 

Klobutschar, W. [1990]

Klobutschar, W.: Database-Marketing – Ein System zur Unternehmens­steuerung. In: Werbeforschung & Praxis, Heft 4, 1990, S.149-154.

 

Kneipphoff, H.-D. [1989]

Kneipphoff, H.-D.: Wie entsteht eine Marketing-Database. In: Direkt-Marketing, Heft 4, 1989, S. 142-147.

 

Kotler, P. [1992]

Kotler, P.: Marketing Management – Analyse, Planung, Umsetzung und Steuerung. 7. Auflage, Stuttgart [Poeschel], 1992.

 

Kraft, M. [1992]

Kraft, M.: Statistische Methoden: eine Einführung für das Grundstudium in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. 2. Auflage, Heidelberg [Physica], 1992.

 

Kreutzer, R. T. [1992]

Kreutzer, R. T.: Zielgruppenmanagement mit Kunden-Datenbanken.

In: Die Betriebswirtschaft, 52. Jg., Heft 3, 1992, S. 325-341.

 

Kreutzer, R. T.; Weppler, K. [1990]

Kreutzer, R. T.; Weppler, K.: Marketing by Database – Eine Herausfor­derung für Markenartikler –. In: Markenartikel, Heft 10, 1990, S. 488-499.

 

Kreyszig, E. [1991]

Kreyszig, E.: Statistische Methoden und ihre Anwendungen. 7. Auflage, Göttingen [Vandenhoeck & Ruprecht], 1991.

 

Kroeber-Riel, W. [1990]

Kroeber-Riel, W.: Marktkommunikation 2000 – Anpassung der Markt­kommunikation an neue Kommunikationsbedingungen –. In: Ver­braucherpolitische Hefte, Heft 11, 1990, S. 33-44.

 

Krömer, N.; Schröder, S. [1976]

Krömer, N.; Schröder, S.: Datenbanken und Informationssysteme. Baden-Baden [Gehlen], 1976.

 

Kruschwitz, L. [1990]

Kruschwitz, L.: Investitionsrechnung. 4. Auflage, Berlin [de Gruyter], 1990.

 

Kuhlmann, E.; Brünne, M.; Sowarka, B. [1992]

Kuhlmann, E.; Brünne, M.; Sowarka, B.: Interaktive Informationssysteme in der Marktkommunikation. Heidelberg [Physika], 1992.

 

Künzler, H.-P. [1989]

Künzler, H.-P.: Traditionelles Marketing stösst an Grenzen – Mit Data­base-Marketing im wachsenden Verdrängungswettbewerb der 90er Jahre bestehen –. In: Direkt-Marketing, Heft 10, 1989, S.396-399.

 

Künzler, H.-P. [1987]

Künzler, H.-P.: Die Marketing-Datenbank – wichtigstes Instrument der Zukunft?. In: Thexis, Heft 2, 1987, S. 30-31.

 

Link, J. [1993 a]

Link, J.: Die Erringung strategischer Wettbewerbsvorteile durch System­innovationen. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 63 Jg., Heft 11, 1993, S. 1117-1136.

 

Link, J. [1993 b]

Link, J.: Merkmale und Einsatzmöglichkeiten des Database-Marketing. In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Heft 1, 1993, S. 23-28.

 

Martin, J. [1981]

Martin, J.: Einführung in die Datenbanktechnik. München [Hanser], 1981.

 

Meffert, H. [1986]

Meffert, H.: Marktforschung. Wiesbaden [Gabler], 1986.

 

Meffert, H. [1975]

Meffert, H.: Computergestützte Marketing-Informationssysteme. Wiesbaden [Gabler], 1975.

 

Meffert, H.; Steffenhagen, H. [1977]

Meffert, H.; Steffenhagen, H.: Marketingprognosemodelle – Quantitative Grundlagen des Marketing. Stuttgart [Poeschel], 1977.

 

Munro, M.C. [1978]

Munro, M.C.: Determining the Manager’s Information Needs. In: Journal of Systems Management, 2. Jg., Heft 6, 1978, S. 34-39.

 

Murdick, R. G.; Ross, J. E. [1977]

Murdick, R. G.; Ross, J. E.: Introduction to Management Information Systems. New York [Prentice-Hall], 1977.

 

Nagler-Breitenbach, I. (Hrsg.); Schauer, H. [1978]

Nagler-Breitenbach, I. (Hrsg.); Schauer, H.: Datenbanksysteme – Internationales Symposium –. Wien [Physica], 1978.

 

Naisbitt, J. [1986]

Naisbitt, J.: Megatrends, 10 Perspektiven, die unser Leben verändern werden. 2. Auflage, München [Heyne], 1986.

 

Neumann, T. [1993]

Neumann, T.: Strategische Informationsplanung – Der Informationsflut wirksam begegnen –. In: Gabler Magazin, Heft 3, 1993, S. 18-20.

 

Niedereichholz, J.; Kaucky, G. [1992]

Niedereichholz, J.; Kaucky, G.: Datenbanksysteme – Konzepte und Management –. 4. Auflage, Heidelberg [Physica], 1992.

 

Niemeyer, H.-W. [1977]

Niemeyer, H.-W.: Der Informationsbedarf im Marketing-Informationssystem. Frankfurt [Deutsch], 1977.

 

Nieschlag, R.; Dichtl, E.; Hörschgen, R. [1991]

Nieschlag, R.; Dichtl, E.; Hörschgen, R.: Marketing. 16. Auflage, Berlin [Duncker & Humbolt], 1991.

 

O.V. [1986]

O.V.: Datenschutz: Umgang mit Kundendaten. Was zulässig ist.

In: Absatzwirtschaft, Heft 2, 1986, S. 66-70.

 

O.V. [1978]

O.V.: Datenschutz in Verkauf und Werbung. In: Rechtslexikon für Wer­bung und Verkauf, 3. Ergänzungslieferung, 1978, S. 3-9.

 

Petrison, L.; Blattberg, R.; Wang, P. [1993]

Petrison, L.; Blattberg, R.; Wang, P.: Database Marketing – Past, Present, and Future –. In: Journal of Direct Marketing, 7. Jg., Heft 3, 1993, S. 28-43.

 

Petrison, L.; Wang, P. [1993]

Petrison, L.; Wang, P.: Relationship Issues in Creating the Customer Database – The Potential for Interdepartemental Conflict between Marketing and MIS –. In: Journal of Marketing, 7. Jg., Heft 4, 1993, S. 54-62.

 

Picot, A. [1988]

Picot, A.: Strategisches Informationsmanagement – Information ist heute wichtigster Produktionsfaktor –. In: Siemens-Magazin COM, Heft 3, 1988, S. 11-15.

 

Picot, A. [1990]

Picot, A.: Strukturwandel und Wettbewerbsdruck. In: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, Heft 2, 1990, S. 119-134.

 

Pommerening, K. [1991]

Pommerening, K.: Datenschutz und Datensicherheit. Mannheim [...], 1991.

 

Raab, P. [1985]

Raab, P.: CAS-Computer Aided Selling: Wettbewerbsvorteil durch Bearbeitungsgeschwindigkeit. In: EDV-Magazin, Heft 8, 1985, S. 7 -15.

 

Rehmann, H. [1987]

Rehmann, H.: Database Marketing ist viel mehr als Direktwerbung.

In: Verkauf & Marketing, (EXTRA), 1987, S. 39-40.

 

Rensmann, F.-J. [1993]

Rensmann, F.-J.: Databased-Marketing und Kundenmanagement – Basis für bessere und schnellere Verkaufserfolge –. In: Marktforschung & Management Heft 3, 1993, S. 117-120.

 

Rensmann, F.-J. [1991]

Rensmann, F.-J.: Database – immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. In: Direktmarketing, Heft 2, 1991, S. 14-16.

 

Rockart, J. F. [1979]

Rockart, J. F.: Chief Executives Define Their Own Data Needs.

In: Harvard Business Review, 57. Jg., Heft 2, 1979, S. 81-93.

 

Schaller, G. [1988 a]

Schaller, G.: Markterfolge aus der Datenbank. Landsberg/Lech [Moderne Industrie], 1988.

 

Schaller, G. [1988 b]

Schaller, G.: Database-Marketing: Alle Welt spricht von Database.

In: Direkt-Marketing, Heft 3, 1988, S. 110-112.

 

Schantz, K. [1992]

Schantz, K.: Database-Marketing für die erfolgreiche Kundenberatung. In: Direkt-Marketing, Heft 10, 1992, S. 42-44.

 

Schneider, D. [1983]

Schneider, D.: Marketing als Wirtschaftswissenschaft oder Geburt einer Marketingwissenschaft aus dem Geiste des Unternehmensversagens?. In: Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung, 35. Jg., Heft 3, 1983, S. 197-224.

 

Schulz, B. [1991]

Schulz, B.: Database Marketing. In: Das Wirtschaftsstudium, Heft 8-9, 1991, S. 575 – 577.

 

Schüring, H. [1992]

Schüring, H.: Database-Marketing. 2. Auflage, Landsberg/Lech [Moderne Industrie], 1992.

 

Shaw, D. R. [1990]

Shaw, D. R.: Glitch-free System starts-ups. In: Business Marketing, 75. Jg., Heft 6, 1990, S. 58-61.

 

Shaw, R.; Stone, M. [1988]

Shaw, R.; Stone, M.: Competitive Superiority Through Data Base Marketing. In: Long Range Planing, 21. Jg., Heft 5, 1988, S. 24-40.

 

Stone, M.; Shaw, R. [1987]

Stone, M.; Shaw, R.: Database Marketing for Competitive Advantage.

In: Long Range Planning, 20. Jg., Heft 2, 1987, S.12-20.

 

Tarschisch, H. [1990]

Tarschisch, H.: Mikroprozessoren – Meilensteine des 20. Jahrhunderts. In: Becker, M.; Haberfellner, R.; Liebetrau, G.: EDV-Wissen für Anwen­der, Ein Handbuch für die Praxis. 9. Auflage, Zürich [AIT], 1990, S. 147-170.

 

Weber, J. [1988]

Weber, J.: Einführung in das Controlling Teil 1: Konzeptionelle Grund­lagen. 3. Auflage, Stuttgart [Poeschel], 1988.

 

Weck, G. [1984]

Weck, G.: Datensicherheit: Methoden, Maßnahmen und Auswirkungen des Schutzes von Informationen. Stuttgart [Teubner], 1984.

 

Weinhold, H. [1988]

Weinhold, H.: Marketing in 20 Lektionen. 12. Auflage, St. Gallen [Fachmed], 1988.

 

Wessner, K. [1988]

Wessner, K.: Prognoseverfahren als Instrumente zur Absicherung strate­gischer Marketingentscheidungen – Eignung traditioneller Verfahrens­typen und moderner kombinierter Methoden. In: Jahrbuch der Absatz- und Verbrauchsforschung, Heft 3, 1988, S. 208-234.

 

Wiersema, F.; Heinrich, K. [1993]

Wiersema, F.; Heinrich, K.: Jedem Kunden sein Produkt.

In: Absatzwirtschaft Heft 2, 1993, S. 40-43.

 

Wild, J. [1971]

Wild, J.: Zur Problematik der Nutzenbewertung von Informationen. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaftslehre, 41. Jg., Heft 5, 1971, S. 315-335.

Wilde, K. D. [1989]

Wilde, K. D.: Database-Marketing. In: Werbeforschung und Praxis, Heft 1, 1989, S. 1-10.

 

Wilde, K. D. [1993]

Wilde, K. D.: Erfolgspotential-Bewertung von Direct-Marketing-Aktionen – Gezielte Nutzung von Kundendatenbanken –. In: Marktforschung & Management Heft 3, 1993, S. 121-127.

 

Wilson, J. H.; Daubek, H. G. [1989]

Wilson, J. H.; Daubek, H. G.: Marketing Managers Evaluate Forecasting Models. In: Journal of Business Forecasting, 8. Jg., Heft 1, 1989, S. 19-22.

 

Wöhe, G. [1990]

Wöhe, G.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. München [Vahlen], 1990.

 

Wollnik, M. [1986]

Wollnik, M.: Implementierung computergestützter Informationssysteme. Berlin [de Gruyter], 1986.

 

Wyss, W. [1986]

Wyss, W.: New Marketing, Konsequenzen aus dem Paradigma-Wechsel des Konsumenten. Adligenswil [DemoSKOPE], 1986.

 

Zach, C. [1989]

Zach, C.: Datenbanken öffnen weltweiten Markt für Informationen.

In: Verkauf und Marketing, Heft 9, 1989, S. 11-17.

 

Zehnder, C. A., [1987]

Zehnder, C. A.,: Informationssysteme und Datenbanken. 4. Auflage, Stuttgart [Teubner], 1987.

 

Zentes, J. [1984]

Zentes, J.: Marketing. In: Baetge, J. (Hrsg.): Vahlens Kompendium der Betriebswirtschaftslehre, Band 1, 1984, S. 299-366.

 

 

Mehr dazu hier: http://stader.de/2009/09/19/database-marketing-diplomarbeit/

 

Dirk Stader

Share

Dean Modell – eine Zusammenfassung

1 September 2009

Im Dean-Modell soll aus mehreren zur Verfügung stehenden Investitions- und Finanzierungs-
projekten ein Optimalprogramm mit dem Ziel der Vermögensmaximierung ermittelt werden. Es folgen die Prämissen des Modells:

- unvollkommener Kapitalmarkt :  Fremdfinanzierungsalternativen haben verschiedene Sollzinssätze; Kapitalaufnahme ist nach oben beschränkt

- Die Investitionsprojekte sind unabhängig von den Finanzierungsprojekten. Ebenso sind die Investitionsprojekte wie auch die Finanzierungsprojekte untereinander unabhängig.

- sichere Erwartungen

- einperiodisches Modell

- beliebige Teilbarkeit der Projekte

- keine Berücksichtigung von Steuern

Zuerst werden die Investitions- und Finanzierungsprojekte anhand ihrer internen Zinsfüße nach ihrer Vorteilhaftigkeit in eine Rangreihe gebracht (je eine Rangreihe für Investitionen und Finanzierungen). Der interne Zinsfuß läßt sich im Ein-Perioden-Fall denkbar einfach, nämlich als einfache Rentabilität, ermitteln. Für die Finanzierungsalternativen stellt der Sollzinsfuß deshalb unmittelbar den internen Zinsfuß dar (einfache Kreditfinanzierung ohne zusätzliche Kosten vorausgesetzt).

Eigentlich soll ja der gesamte Vermögensendwert maximiert werden. Warum werden die Alternativen also nicht anhand ihrer jeweiligen Vermögensendwerte beurteilt? Der Grund hierfür liegt in der Tatsache begründet, daß eine einzelne Investition zwar den absolut höchsten Vermögensendwert aufweisen kann, dabei aber der Kapitaleinsatz nicht berücksichtigt wird. Zwei andere Investitionsprojekte, deren kombinierter Kapitaleinsatz genauso hoch ist, können einen höheren kombinierten Vermögensendwert liefern, obwohl ihre einzelnen Vermögensendwerte jeweils kleiner sind als der des ersten Projekts . Das zur Verfügung stehende Kapital stellt einen Engpaß dar. Die Rentabilität berücksichtigt das Verhältnis von Kapitaleinsatz und Vermögensendwert und ist somit das geeignete Kriterium zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit im Rahmen eines durch die Kapitalaufnahme beschränkten Programms.

Es seien nun folgende Investitions- und Finanzierungsprojekte gegeben:

Dean Modell 

Die Daten der Investitionsprojekte stellen eine Kapitalnachfragefunktion dar und die Daten der Finanzierungsprojekte eine Kapitalangebotsfunktion. Graphisch stellt sich die Situation wie folgt dar:

Dean Modell 2

Abb. 24 : Dean – Modell

Das optimale Programm besteht nun aus allen Investitions- und Finanzierungsprojekten, die links vom Schnittpunkt der beiden Funktionen liegen. Bis zu einem Kapitaleinsatz von 120 kann eine Finanzierung bereitgestellt werden, deren Kostensatz unter der Investitionsrentabilität liegt. Das optimale Programm besteht aus IP 2 und IP 1 (mit 40 Kapitaleinsatz) sowie FP 1 und FP 3.

Der Schnittpunkt stellt die “marginale interne Verzinsung” dar, für die gilt:

marginale Investitionsrentabilität = marginaler Sollzinssatz. Dies bedeutet, daß eine Ausdehnung des Investitionsprogramms um eine weitere Einheit durch die hierdurch bedingte Ausdehnung des Finanzierungsprogramms um eine weitere Einheit kompensiert würde (hier sogar überkompensiert). Eine weitere Ausdehnung bringt also keine zusätzliche Vermögensmehrung.

Der marginale interne Zins (hier 15 %) darf nicht mit der Rentabilität des gesamten optimalen Programms verwechselt werden. Diese Gesamtrentabilität ist nicht mal ein normaler interner Zins, da ein solcher für den unvollkommenen Kapitalmarkt gar nicht definiert ist. Ein interner Zins läßt sich in diesem Modell nur für einzelne, unabhängig betrachtete, Projekte angeben, wo nur jeweils ein “Kalkulationszinsfuß” zu berücksichtigen ist.

Es wird also mit Hilfe des internen Zinsfußes, der ein Konstrukt des vollkommenen Kapitalmarkts ist, ein Problem im unvollkommenen Kapitalmarkt gelöst.

Wäre die marginale interne Verzinsung im Vorhinein bekannt, so müßte das Dean-Modell gar nicht erst aufgestellt werden; es würden einfach alle Investitionsprojekte realisiert, deren Rentabilität höher (oder gleich) als die marginale interne Verzinsung lägen. Ebenso würden alle Finanzierungsprojekte realisiert, deren Kostensatz unter (oder gleich) der marginalen internen Verzinsung lägen.

Weitere Anmerkung zum Dean-Modell:

Wenn das optimale Programm einmal steht, ist es unerheblich welches Investitionsprojekt mit welchem Finanzierungsprojekt finanziert wird. Entscheidend ist nur, daß alle Investitionen des optimalen Programms durch alle Finanzierungen des optimalen Programms gedeckt werden.

Kritik am Dean – Modell

Das Dean-Modell ist eine statische Ein-Perioden-Betrachtung. Es kann nicht auf mehrere Perioden ausgeweitet werden. Die Begründung hierfür ist:

- Liquidität in den Folgeperioden ist nicht gewährleistet

- Optimalität in Bezug auf den Vermögensendwert ist nicht gewährleistet

Beweis:

zur Illiquidität:

Es soll ein Investitionsprojekt mit einer Anfangsausgabe von 100 und einer Rentabilität von 50 % über zwei Jahre laufen. Nach dem ersten Jahr findet keine Einzahlung statt. Es steht ein Kredit in Höhe von 100 zum Zinssatz von 10% zur Verfügung, Laufzeit ebenfalls zwei Jahre.

Laut Dean-Modell wäre die simultane Realisierung beider Projekte optimal. Tritt aber nach dem ersten Jahr eine weiter Auszahlung auf, und sei sie noch so klein, ist diese durch keinerlei Finanzierung noch durch Rückflüsse aus der Investition gedeckt. Es tritt Illiquidität auf.

zur Nicht-Optimalität:

Es seien folgende Investitions- und Finanzierungsprojekte gegeben:

IP 1:     A0 = 200;  E1 = 170;  E2 = 118          —->     r = 20 %

IP 2:     A0 = 100;  E1 = 52;  E2 = 69  —->     r = 10 %

Diese Renditen ergeben sich, da hier nicht mit dem internen Zinsfuß, sondern mit der dynamischen Rentabilität vor Sollzinsen gerechnet wird (sonst wäre eine Differenzierung zwischen Kapitalangebot und -nachfrage im Rahmen des Dean-Modells sinnlos).

Also:    , ohne Anfangsausgabe, diese wird beim Kapitalangebot berücksichtigt.

FP 1:    200 zu 5 % p.a. über 2 Jahre

FP 2:    100 zu 12 % p.a. über 2 Jahre

Optimales Programm nach Dean-Modell:  IP 1 und FP 1

Vermögenswertentwicklung für dieses Programm:

            V0 = – 200

            V1 = (- 200) * 1,05  +  170 =  – 40

            V2 = (- 40) * 1,05  +  118   =  76

Dem gegenüber entwickelt sich der Vermögensendwert für ein alternatives Programm

(IP 1, IP 2, FP 1, FP 2) wie folgt:

            V0 = – 200 + (- 100 )= – 300

            V1 = (- 200) * 1,05 + (- 100) * 1,12 + 170 + 52 = – 100

Mit den Einnahmen von insgesamt 170 + 52 = 222 werden im Rahmen des Kontokorrent die Zinsen bezahlt und der teure Kredit getilgt (d.h. zuerst iwrd die teuerste Finanzierungsalternative getilgt).

            V3 = (-100) * 1,05  +  118 + 69 = 82             >          76

Mit Hilfe des Dean-Modells wurde also nicht das optimale Programm bestimmt. Der Grund hierfür liegt in der mangelnden Beachtung der sich über die Perioden verändernden durchschnittlichen Kapitalkosten.

Der heuristische Gehalt des Modells ist hoch; es hat aber durch die statische Betrachtung praktische Grenzen. Ein Lösungsweg, der in der Lage ist, mehrere Bedingungen zu beachten, wäre die lineare Optimierung. @ Dirk Stader

Share

Planung, Planungsprozess, Planungsdefekte

1 September 2009

1. Managementprozeß/Aufgaben des disposititven Faktors

 Planungsprozess

2. Definition(en)

2.1 Planung ist die geistige Vorwegnahme – systematisch methodisch – zukünftigen Handelns, an die sich – ausgehend vom  Standpunkt der Zielsetzung – die optimale Alternativenwahl anschließt. *Selbst

2.2 Planung ist ein willensbildender, informationsverarbeitender, prinzipiell systematischer und rationaler Problemlösungsprozeß mit dem Ziel, zukünftige Handlungsspielräume einzugrenzen und zu strukturieren. Planung wird von Planern (Planungsträgern) durchgeführt. Das intendierte Ergebnis ist die Veränderung des Planungsobjektes gemäß den Zielen des Planungsträgers. *Delfmann

2.3 Quantitative Planung ist die Anwendung von mathematischen Modellen und Methoden (Mathematik hat Instrumentalcharakter) zur Lösung von betriebswirtschaftliche Problemen. Wichtig: Formale Lösung muß nicht unmittelbar die Lösung des realen Problems sein. Vielmehr muß meist eine Rückübertragung ggf. Interpretation des Aussagegehalts der Formallösung für das Realproblem vorgenommen werden. 

Qualitative Planung erfolgt im Unterschied hierzu auf der Grundlage von verbalen Begriffskategorien und Daten.

Beim Begriff der Planung ist zu hinterfragen inwiefern Probleme objektiv gegeben und/oder subjektiv konstruiert sind.

3. Klassisches Planungschema *Adam  (Wirkungszusammenhang)

Planungsschema 

 

 

Ein Planungsproblem, das diesem Schema vollständig entspricht, wird als wohlstrukturiert bezeichnet. Ein wohlstrukturiertes Problem zeichnet sich durch vier Merkmale aus.

1. Zu lösendes Problem ist nach Art und Umfang scharf definiert. Variablen, Einflußgrößen und Wirkungszusammenhänge sind gegeben (sog. geschlossenes Entscheidungsfeld).

2. Existenz einer eindeutigen, operationale Zielfunktion + eindeutige Rangordnung der Präferenzen für die Alternativen.

3. Existenz eines effizienten Lösungsverfahrens, d.h. beste Alternative kann gemäß Zielfunktion mit vertretbarem Aufwand gefunden werden (Primat der Wirtschaftlichkeit).

4. Interpretation der Elemente und Strukturen ist eindeutig (intersubjektive Überprüfbarkeit).

Reale Problem sind jedoch selten strukturiert, sie weisen Strukturmängel auf und sind dementsprechend strukturierungsbedürftig. Aufgabe der Strukturierung ist es Strukturmängel oder Defekte zu beseitigen, um eine quantitative Planung zu ermöglichen.

Arten von Defekten:

PlanungsdefektePlanungsdefekte 2 

 

 

1. Abgrenzungsdefekt: Art/Anzahl Variablen, Art/Anzahl der Einflußgrößen und/oder die Abgrenzung zwischen beeinflußbaren/abhängigen und den unbeeinflußbaren/unabhängigen Daten des Problems sind nicht bekannt bzw. nicht zu ermitteln. (z.B. bei Qualitätsmängeln kommen sowohl Rohstoffmängel als auch Bedienungsfehler des Personals in Betracht.)

 2. Wirkungsdefekt: Wirkungszusammenhang der Variablen ist nicht klar.

 3.Bewertungsdefekt: Relevante Merkmale eines Problems lassen sich nicht in quantitative Größen überführen, so daß eine Rangfolge der relativen Vorteilhaftigkeit der bewerteten Alternativen nicht möglich ist (Messung von Käuferverhaltensänderungen bei Werbekampagne ist nicht operational)

 4. Zielsetzungsdefekt: bei Zielkonflikten, wenn mehrere konfliktionäre Ziele existieren.

 5. Lösungsdefekt: wenn das Problem sich zwar wohl definieren läßt, aber kein effizientes Lösungsverfahren existiert mit dem die optimale Lösung in einer annehmbaren Zeit ermittelt werden kann (z.B. kombinatorische Probleme)

 Ein Planungsproblem soll im folgenden als schlechtstrukturiert bezeichnet werden, wenn alle Defekte gleichzeitig vorliegen, d.h. das Entscheidungsfeld gänzlich strukturierungsbedürftig ist.

 Bei der Lösung zeigt sich die besondere Bedeutung von Argumenten bei der Lösung von schlechtstrukturierten Problemen.

 Dirk Stader

Share

Break-even-Analyse

1 September 2009

1. Grundlegende Fragestellungen

– welche Auswirkungen haben Absatzschwankungen

– bei welcher Kapazitätsauslastung gerät das Unternehmen in die „roten“ Zahlen

– bei welchem Beschäftigungsgrad beginnt die Gefahr von kassenverlusten, d.h. werden beispielsweise die Abschreibungen nicht mehr verdient

– welche Gewinnchancen können bei Vollauslastung erwartet werden

– wo liegen bei den einzelnen Produkten Ansatzpunkte für rentabilitätssteigernde Maßnahmen

2. Notwendige Variablen

Preis pro Stück [p], variable Kosten [kv], fixe kosten [Kfix], Menge [x]

3. Break-even-Analyse für Einproduktbetrachtung

Ausgehend von der Gewinngleichung G = Umsatz – Kosten [G = p*x – (kv *x) – Kfix] läßt sich das Umsatz-gesamtkosten-Modell und das Deckungsbeitragsmodell unterscheiden.

3.1 Umsatz-Gesamtkosten-Modell

 

 

Break Even Analyse

Share

Autopoiese

1 September 2009

Sind kokmplexe Organisationen überhaupt steuerbar, kann man Selbstorganisation organisieren, wie funktionieren Kommunikationsprozesse in komplexen Systemen. Luhmann geht davon aus, daß Unternehmen in seiner Autopoiese (Selbsterzeugung) seinen Weg geht, sehr selbstbezogen d.h. sich selbst beherrscht. Wenn man wissen will, was eine einzelnen Person z.B. ein Manager bewirken bzw. steuern kann, lautet die Frage zunächst, was überhaupt auf ihnzurechenbar ist, und was sich aus früheren Ursachen ergibt. Man muß dementsprechend die Systembedingungen – den Kontext – erforschen.

Eine ganz andere Frage ist, wie man Steuerung verstehen soll. Die kybernetische Herkunft des Begriffs „Control“ deutet darauf hin, daß es eigentlich immer nur um die Verminderung der Spanne zwischen dem Zweck und dem Zustand, der eintreten würde, wenn man nichts täte, geht. Für Luhmann läuft die ganze Zweckrationalität[2] dementsprechend immer auf eine Differenzminimierung hinaus. Man will die Differenz zwischen einem vorgestellten Produktionsziel und dem real erreichten vermindern. Man setzt sich Ziele und möchte die Realität an dieses Ziel heransteuern.

Wenn man aber systemtheoretisch denkt, fragt man, welche Differenz man überhaupt vermindern kann – oder in welchem Umfang ein System nicht auf der Vergrößerung oder dem Stabilhalten von Differenzen beruht. Kein Rechtssystem würde die Differenz zwischen Recht und Unrecht vermindern, kein Uernehmer will die Differenz zu einem Konkurrenten vermindern. Die Frage ist vielmehr: In welchem Bereich lohnt sich die Differenzminderung und in welchem Bereich will man die Differenz gerade verstärken (also die Qualität der eigenen Produkten gegenüber der der Konkurrenz vergrößern). Luhmann weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß jede Differenzminderung eine Differenzerhöhung in einem anderen Bereich mit sich bringt (Bei TQM müssen beispielsweise Mitarbeiter mehr arbeiten oder Ressourcen werden gebunden). Als These stellt Luhmann in den Raum, daß Lösungen für Probleme neue Probleme erzeugen.

Eine Umorientierung der Sprache von Zweckrationalität auf Differenzminderung und Differenzmehrung hat nicht den Zweck, herauszufinden, was man tun soll, sondern nur den einer komplexeren Beschreibung.

Diese Betrachtungsweise löst lt. Luhmann allerding nicht den Widerspruch, daß mein Unternehmen ein autopoietisches System ist, das ich nicht steuern kann, weil es sich selbst steuert. In einer Maturana-Version (keine Ahnung was das ist) heißt es einfach: Autopoiesis ist „natural drfit“. Es geschieht was geschieht. Jedes (menschliche, Anm. d, Verf.) Bewußtsein ist in sich ein autopoietisches System. Die Koordination und Koalition solcher Bewußtseinssysteme ist eher unwahrscheinlich. Diese Barriere wird durch die sprachliche Formulierung (weitergehend auch durch die schriftliche Niederlegung) z.T. durchbrochen.


[1] Vergleich. Was tut ein Manager in einem sich selbst organisierenden System, N. Luhmann

[2] Zweckrationalit = Ziele rational zur erreichen: In der methodologischen Sichtweise verstanden als systemimmanente Prämisse für das ökonomisches Prinzip und in der ethischen Sichtweise verstanden als Maß der Vereinbarkeit der Ziele eines Subsystems (Individuum) mit einem übergeordneten Subsystem (Unternehmung –> Wirtschaftsgefüge –> Gesellschaft)

[1] Vergleich. Was tut ein Manager in einem sich selbst organisierenden System, N. Luhmann

[1] Zweckrationalit = Ziele rational zur erreichen: In der methodologischen Sichtweise verstanden als systemimmanente Prämisse für das ökonomisches Prinzip und in der ethischen Sichtweise verstanden als Maß der Vereinbarkeit der Ziele eines Subsystems (Individuum) mit einem übergeordneten Subsystem (Unternehmung –> Wirtschaftsgefüge –> Gesellschaft)

Share
WordPress SEO fine-tune by Meta SEO Pack from Poradnik Webmastera