Hallo Welt – wollt ihr das wirklich wissen?

Willkommen zur deutschen Version von WordPress. Dies ist der erste Artikel. Ob Blog’s jetzt sinnvoll sind, oder nicht; die Frage bleibt für mich immer noch unbeantwortet. Allerdings wer es nicht versucht, kann sich auch keine wirkliche Meinung darüber bilden. Dementsprechend werdet ihr hier zukünftig Eindrücke, Ideen, Meinungen und Auszüge aus meinem/unserem Leben finden. Ich bin zudem gespannt, ob ich meine Familie und Freunde aninimieren kann hier ihre Beiträge zu veröffentlichen. Damit sind wir dann endgültig im Web 2.0 oder war es Web 0,8,15 angekommen.

Dirk Stader

Europäische SE

Die SE ist eine Aktiengesellschaft nach europäischem Recht. Die Anteile an einer SE sind Aktien, genauso ausgestaltet wie bei einer nationalen AG. Ein Rechtsformwechsel in die SE erhält die Rechtsträgeridentität, also alle Rechtsbeziehungen (Arbeitsverträge, Kundenverträge, sonstige Verträge) bleiben unverändert bestehen.

Eine SE unterliegt in allen rechtlichen Belangen dem Recht der nationalen Aktiengesellschaft mit im Wesentlichen zwei Ausnahmen:

  • Zum einen kann eine SE entweder – wie die AG – ein dualistisches Leitungssystem bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat installieren oder ein sog. monistisches Leitungssystem in dem sog. geschäftsführende Direktoren – vergleichbar den Geschäftsführern bei einer GmbH – das Tagesgeschäft führen und ein Verwaltungsrat dies überwacht und die strategische Leitungsmacht innehat.
  • Zum anderen – und das ist am Wichtigsten – unterliegt eine SE nicht den nationalen Mitbestimmungsgesetzen (also nicht dem Drittelbeteiligungsgesetz und nicht dem Mitbestimmungsgesetz 1976). Im Rahmen der Gründung einer SE muss dafür ein sog. Arbeitnehmerbeteiligungsverfahren durchgeführt werden. Das umfasst die Information der Arbeitnehmer über das Vorhaben zur Gründung einer SE und die Verhandlung einer Vereinbarung über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der zukünftigen SE. Diese ist im Falle einer mitbestimmungsfreien SE begrenzt auf ein sog. Verfahren zur Unterrichtung und Anhörung in grenzüberschreitenden Angelegenheiten.
  • Bezüglich der Mitbestimmung gilt für eine SE ein strenges „Vorher/Nachher“-Prinzip. Wenn die SE zum Zeitpunkt ihrer Gründung legaler Weise nicht der Mitbestimmung nach nationalen Vorschriften unterliegt, dann wird die SE mitbestimmungsfrei gegründet und kann dauerhaft mitbestimmungsfrei bleiben, selbst wenn sie dann über die Schwellenwerte von 500 oder 2.000 Arbeitnehmern (wie diese im DrittelbG bzw. MitbestG vorgeschrieben sind) wächst. Beispiel: Eine GmbH, die direkt selbst nicht mehr als 500 Arbeitnehmer in Deutschland und insgesamt mit ihren inländischen Tochtergesellschaften nicht mehr als 2.000 Arbeitnehmer beschäftigt, kann in die Rechtsform der SE umgewandelt werden und dann auch bei weiterem Wachstum über 2.000 Arbeitnehmer dauerhaft mitbestimmungsfrei bleiben.
  • Mitbestimmung meint in diesem Zusammenhang das Recht für Arbeitnehmer-/Gewerkschaftsvertreter im Aufsichts-/Verwaltungsrat vertreten zu sein.

Voraussetzung für eine formwechselnde Umwandlung in die Rechtsform der SE ist, dass die Ausgangsgesellschaft die Rechtsform der AG hat. Das ist aber bei einer GmbH überhaupt kein Problem in der Umsetzungspraxis, sondern bedarf nur einer kurzen (wenige Wochen dauernden) Zwischenphase der AG. Vielfach von uns praktiziert.

Weitere Voraussetzung für eine formwechselnde Umwandlung in die Rechtsform der SE ist, dass die Gesellschaft zum Zeitpunkt der Umwandlung seit mindestens 2 Jahren über eine Tochter- oder Enkelgesellschaft mit Sitz in einem anderen Land der EU/des EWR verfügt. Dahinter verbirgt sich der „europäische Gedanke“ der SE. Sollte diese Voraussetzung nicht erfüllt sein, kann die Gründung einer SE aber auch mittels einer Verschmelzung einer leeren Vorrats-AG aus Österreich rein nach Deutschland erreicht werden. 

Mind the Gap von Izabela Chamczyk

Mind the gap von Izabela Chamczyk
Izabela Chamczyk

Die Arbeit von Izabela Chamczyk ist ein Studium des emotionalen Metabolismus eines künstlerischen Organismus. Sie befragt die Grenzen zwischen dem, was lebt und was schon erloschen ist sowie die Überlebensgesetze in der Welt der dichotomischen Widersprüche. Ihre Bilder sind wie Transfusionen der vitalen Flüssigkeiten im Körper des Kunstwerks – atmend, pulsierend, überschäumend. Alle Prozesse werden von der Künstlerin aus von nächster Nähe beobachtet, begleitet und verstärkt mit nahezu animalisch sinnlicher Schärfe – sie lebt in jeder Ader ihres Schaffens. Dennoch mit allem Respekt für die Grenzen der Intimität: die Frau als Hüterin, Urheberin des Natürlichen. Aber ohne Zärtlichkeit, ohne Erotik – mitgerissen in den Fluss des Prozesses, bleibt sie distanziert und lässt Dinge frei geschehen. „Mind the Gap von Izabela Chamczyk“ weiterlesen

Die Praxis der Gesellschafterversammlung

Zuständigkeit der Gesellschafterversammlung

  • Allzuständigkeit der Gesellschafterversammlung
  • d.h. Führung der Geschäfte durch Geschäftsführung eingeschränkt durch
    • gesetzliche Zuständigkeiten der GesellschafterSatzung / Gesellschaftsvertrag
    • Beteiligungsvertrag (sofern vorhanden)
    • Geschäftsordnung für die Geschäftsführung (sofern vorhanden)
    • Einzelweisungen der Gesellschafter durch Gesellschafterbeschluss
  • gesetzliche Zuständigkeiten der Gesellschafterversammlung, Zuständigkeitskatalog §46*, z.B.
    • Nr. 1: Feststellung Jahresabschluss und Ergebnisverwendung, Aufstellung des JA ist Sache der Geschäftsführung, verbindlich wird dieser erst durch Gesellschafterbeschluss
    • Nr. 5: Bestellung, Abberufung und Entlastung Geschäftsführer,als Annex auch: Befreiung der GF von Beschränkungen des §181 BGB(wenn in Satzung gestattet) und: Abschluss, Änderung und Beendigung GF-Anstellungsvertrag
    • Nr. 7: Bestellung von Prokuristen und Handlungsbevollmächtigten, Widerruf und Anstellungsvertrag durch GF möglich
    • Nr. 8: Geltendmachung von Ersatzansprüchen gegen Geschäftsführer

„Die Praxis der Gesellschafterversammlung“ weiterlesen

Checkliste für die Besprechungspunkte im Vorstellungsgespräch

1. Grund der Veränderung im Vorstellungsgespräch hinterfragen

a) Gründe, bezogen auf die bisher ausgeübte Tätigkeit
b) Gründe, bezogen auf den angestrebten neuen Arbeitsplatz

2. Beruflicher Werdegang des Bewerbers (Vorstellungsgespräch)

a) Stufen der beruflichen Entwicklung
b) besondere berufliche Interessen und Neigungen
c) Weiterbildungsbemühungen

3. Persönliche und fachliche Eignung
     (bezogen auf die Anforderungen des Arbeitsplatzes)

a) Prüfen der fachlichen Eignung
b) Prüfen der persönlichen Eignung
c) Prüfen der Fähigkeit zusammenzuarbeiten

4. Ziele und Aufgaben der Abteilung

a) Ziele der Abteilung
b) Wesentliche Aufgaben des Bereiches

5. Neuer Arbeitsplatz und auszuführende Tätigkeiten

a) Stellenbeschreibung
b) Entscheidungsbefugnisse (Vollmachten)
c) Vertretung
d) Sonderaufgaben

6. Arbeitsbedingungen am neuen Arbeitsplatz

a) Arbeitszeit
b) Außendienst
c) Einsatzort
d) Erschwernisse
e) Schichtdienst
f) Zusammenarbeit mit anderen Bereichen
g) Kontakte zu Stellen außerhalb des Hauses „Checkliste für die Besprechungspunkte im Vorstellungsgespräch“ weiterlesen

Vom Mark-up zur Rohertragsquote

REQ = Rohertragsquote
VK   = Verkaufspreis
EK    = Einkaufspreis
MK   = mark-up

  1. REQ = (VK-EK) / VK

  2. VK =  EK x MK

  3. REQ = (VK – EK) / (EK x MK)

  4. REQ = (MK – 1) / MK oder anders herum:

  5. MK = -1 / (REQ-1)

Klingt einfach,ist auch so.

 

Dirk Stader

Berechnung der Anteile bei einer Kapitalerhöhung

Ein neuer Gesellschafter will mit 500.000 EUR auf Basis einer Post-money Bewertung in Höhe von 4.000.000 EUR einsteigen. Das aktuelle Stammkapital beträgt 70.000 EUR:

y = nominelle Anteile bei Kapitalerhöhung

  • 500.000/4.000.000 = 12,5%
  • 12,5% = y / (70.000 +y)
  • y = 12,5% x (70.000 +y)
  • y = 0,125 x 70.000 + 0,125y
  • y-0,125y =  0,125 x 70.000
  • 0,875y = 8.750
  • y = 8.750 / 0,875
  • Y = 10.000

oder

  • y = (70.000 x 0,125) / 1-0,125)

Probe:

  • SK alt = 70.000
  • SK neu = 80.000
  • 10.000 / 80.000 = 0,125
  • = 12,5%

allgemein:

  • y = (Zielquote [Kapitalerhöhung/post money Bewertung] x altes Stammkapital) / (1- Zielquote)

Vergesse ich immer wieder, auch wenn es einfach ist.

Dirk Stader

 

 

Vertragstrends bei M&A Transaktionen

Aktuelle Vertragstrends bei Unternehmenstransaktionen in 2017 lt. Pinsent Masons Germany LLP, München in der Publikation Tech M&A in Deutschland, Report 2017

https://www.pinsentmasons.com/

  • AGB Kontrolle: Klauseln eines Unternehmenkaufs-/verkaufsvertrages können der gesetzlichen AGB Kontrolle unterliegen, wenn ein nahezu identischer Wortlaut bei verschiedenen Transaktionen verwendet wird. Insbesondere bei Gewährleistungen und Garantien kann das dazu führen, dass das Haftungsregime nicht hält im Rahmen von gerichtlichen Auseinandersetzungen.
  • 2/3 aller Käufer garantieren die Richtigkeit der zugänglich gemachten Informationen.
  • 1/3 aller Käufer garantieren die Vollständigkeit aller gegebenen Informationen.
  • In 3/4 aller Fälle wird die Haftung des Verkäufers ausgeschlossen, da Kenntnis bzw. Kennenmüssen des Käufers zugerechnet wird:
    • In 40% aller Fälle ist die Haftung ausgeschlossen, wenn dem Käufer positive Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis zuzurechnen ist.
    • Nicht selten können Verkäufer verhandeln, dass bereits leicht fahrlässige Unkenntnis des Käufers haftungsausschließend wirkt.
    • In 25% aller Fälle genügt bereits allein das nur positive Wissen des Käufers, um den Haftungsausschluss zu bewirken.
    • Als dem Käufer bekannt gelten in vielen Gestaltungen solche Umstände, die der Verkäufer in bestimmter Form offengelegt hat – unabhängig davon, ob der Verkäufer tatsächliche Kenntnis des Käufers nachweisen kann. Hierfür reicht häufig die Offenlegung im Datenraum aus.
  • Bei 1/3 aller Transaktionen wurden bestimmte Schäden (meist mittelbare und Folgeschäden) aus der Gewährleistung ausgeschlossen.

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Blocksatz bei WordPress Installationen

Beim letzten update von WordPress ist vermeintlich die beliebte Blocksatzfunktion aus dem Editor verloren gegangen. Das stimmt so natürlich nicht. Am einfachsten geht es in dem man denjenigen Teil des Textes markiert, den man gerne im Blocksatz schreiben würde und dann die Tastenkombination Shift+ALT+j drückt. Damit ist die beliebte Funktionalität, die viele aus den Standardtextverarbeitungen kennen, nach wie vor auch bei WordPress einsetzbar. Allerdings gibt es nach der Nutzung dieser Blocksatzfunktion keine automatische Silbentrennung mehr. Das kann mitunter dazu führen, dass zwischen den Wörtern unschöne Lücken entstehen.

Danach ist der Text im Blocksatz formatiert.

Klingt einfach, ist auch so.

Dirk Stader

Unternehmensbewertung bei Wagniskapitalrunden

Eine valide Unternehmensbewertung bei Wagniskapitalrunden ist grundsätzlich sehr schwierig. Es gibt hier keine eindeutige Empfehlung.

Es kommt immer ein wenig auf die Phase und den Reifegrad der Idee bzw. des Geschäftsmodells an und auf das Investitionssegment.

Ein Beispiel: ein FinTech braucht zur Begeisterung von Investoren immer länger als bspw. Unternehmen in anderen Bereichen, weil es hier immer einen hohen zeitlichen Vorlauf gibt, da die meisten Wagniskapitalinvestoren ja nicht auf Basis eine Idee, sondern im FinTech Beispiel auf Basis einer vorhandenen, sichtbaren und prüfbaren Technologie investieren werden. Wenn ein FinTech bspw. 2-3 Entwicklungsmannjahre gebraucht hat, dann kann man sich an den Entwicklungskosten orientieren, die man in Kauf nehmen müsste, um einen ähnlichen Status zu erreichen. Man sollte bewerten, wie viel Geld man ausgeben müsste, um den gleichen Stand zu erreichen, wie die Gründer, die die Geschäftsidee präsentieren. Je näher das präsentierte Modell lediglich einer Idee nahe kommt (also weniger konkret und ausgearbeitet bzw. fundiert ist), desto niedriger sollte die Bewertung sein.

Bei Unternehmen die bereits Seed-/Bootstrap-Finanzierungen haben, kann man sich an früheren Investitionsrunden und der Höhe des bisher eingebrachten Kapitals orientieren und versuchen abzuschätzen, wie hoch der zwischenzeitliche Fortschritt des Teams ist. Hier stellt sich natürlich direkt die Frage, wie gute frühere Investoren mit Ihrer jeweiligen subjektiven Bewertung lagen.

DCF (Discounted Cash Flow), APV (Adjusted Present Value) und IDW S1 oder sonstige klassischen Methoden versagen leider völlig bei Wagniskapital, weil diese Unternehmensbewertungsmethoden ordentliche, valide, erfahrene Planungen benötigen, sonst führen sie zu falschen Ergebnissen.

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